Die nächste Abrissgenehmigung für ein Haus des Bauvereins am Kirschenweg liegt vor.

Wohnungen
Bauverein-Geschäftsführer Lars Dedert (rechts) und Vorstandsmitglied Maximilian Rech vor dem Neubau des Fünf-Familienhauses An den Linden 13, das im Frühjahr 2013 bezogen werden soll.

Bauverein-Geschäftsführer Lars Dedert (rechts) und Vorstandsmitglied Maximilian Rech vor dem Neubau des Fünf-Familienhauses An den Linden 13, das im Frühjahr 2013 bezogen werden soll.

Dirk Thomé

Bauverein-Geschäftsführer Lars Dedert (rechts) und Vorstandsmitglied Maximilian Rech vor dem Neubau des Fünf-Familienhauses An den Linden 13, das im Frühjahr 2013 bezogen werden soll.

Hilden. Es ist wieder Ruhe eingekehrt in der Wohnsiedlung des Gemeinnützigen Bauvereins zwischen Kirschenweg und An den Linden. „Besser wäre es zu sagen, dass die Sachlichkeit in die Diskussion zurückgekehrt ist“, sagt Lars Dedert, Geschäftsführer des Bauvereins. Denn nach dem monatelangen Streit um die städtebauliche Entwicklung des Geländes wird nun in aller Ruhe die Aufstellung eines Bebauungsplanes vorbereitet, die der Stadtrat vor einem Jahr beschlossen hat. Nachdem das Gelände vermessen und der erhaltenswerte Baumbestand erfasst wurde, liegen jetzt erste Entwürfe für die Umgestaltung der Grundstücke vor. Die sehen weniger neue Häuser im Innenbereich der Siedlung vor. Dafür fallen die Ausmaße der Gebäude etwas größer aus, damit der Bauverein wie in der ursprünglichen Planung etwa 80 neue Wohnungen für seine Mitglieder bauen kann. Wie die neuen Gebäude aussehen werden, lässt sich am Neubau An den Linden 13 erahnen. Das dort entstehende Energieeffizienzhaus hat Modellcharakter. Es ist zwar „als Neubau erkennbar“, wie Dedert sagt, fügt sich aber in die bestehende Bebauung ein.

Der 1919 gegründete, gemeinnützige Verein hat knapp 900 Mitglieder, die in 579 Genossenschaftswohnungen leben. Davon wiederum sind 292 öffentlich gefördert. An seine Mitglieder zahlt der Bauverein eine vierprozentige Dividende auf ihre Anteile aus. Deren Zeichnung (vier Anteile für insgesamt 1240 Euro) ist neben dem einmaligen Beitrittsgeld von 25 Euro die einzige Bedingung für eine Mitgliedschaft. Wird sie gekündigt, gibt es das für die Anteile gezahlte Geld in der Regel zurück.

Das abgerissene Gebäude wurde zwischen 1919 und 1923 gebaut. Ohne die nachträglich errichteten Anbauten bot es zwei Familien jeweils eine Wohnfläche zwischen 45 und 50 Quadratmetern. Im Neubau entstehen fünf Wohnungen zwischen 65 und 100 Quadratmetern. Alle Wohnungen sind barrierefrei und bereits vergeben. Sie sollen im Frühjahr 2013 bezogen werden. Vergangenen Montag ist beim Bauverein die Abrissgenehmigung für das Doppelhaus Kirschenweg 9-11 eingegangen. Das Gebäude wird noch in diesem Jahr verschwinden. Neu gebaut wird allerdings erst, wenn der Bebauungsplan abgesegnet ist. Das wird erst im kommenden Jahr der Fall sein. Zuvor wird es noch in 2012 eine vorgezogene Bürgerbeteiligung geben, in der die Anwohner ihre Bedenken gegen die neuen Pläne vorbringen können.

Das Dauernutzungsrecht bezieht sich nicht auf die Gärten

Das inzwischen leerstehende Gebäude am Kirschenweg ist „weder vermietbar, noch sanierbar“, sagt Dedert. „Kein Mieter wird umgesetzt“, verspricht er. „So lange Mieter dort wohnen, werden die Häuser nicht angefasst“, ergänzt Vorstandsmitglied Maximilian Rech. Deshalb wird es noch 30 bis 40 Jahre dauern, bis alle Altbauten verschwunden sind. Allerdings schränkt Dedert ein: „Das Dauernutzungsrecht bezieht sich nur auf die Wohnung, nicht auf die Gärten.“

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