Die Wünsche der Jugendlichen finden bei der Umgestaltung des Hemholtz-Gymnasiums kaum Beachtung.

Knapp eine Million Euro steckt die Stadt in den Schulhof. Die Ideen der Schüler werden dabei kaum berücksichtigt.  Archiv
Knapp eine Million Euro steckt die Stadt in den Schulhof. Die Ideen der Schüler werden dabei kaum berücksichtigt. Archiv

Knapp eine Million Euro steckt die Stadt in den Schulhof. Die Ideen der Schüler werden dabei kaum berücksichtigt. Archiv

Dirk Thomé

Knapp eine Million Euro steckt die Stadt in den Schulhof. Die Ideen der Schüler werden dabei kaum berücksichtigt. Archiv

Hilden. Etwas mehr haben sich Schüler und Lehrer des Hildener Helmholtz-Gymnasiums von der anstehenden Sanierung ihres Schulhofes erhofft. „Aus Schülersicht ist das Ergebnis enttäuschend“, sagt Schulleiter Karl-Heinz Rädisch. Denn von den Vorschlägen der Schüler, die sie im vergangenen Frühjahr im Unterricht erarbeitet haben, wird kaum etwas umgesetzt.

Für die Sanierung der Außenanlagen, mit der sich der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz in seiner Sitzung am Donnerstag (17 Uhr, Bürgerhaus) befasst, will die Stadt bis 2017 insgesamt 992 000 Euro ausgeben. Im ersten Bauabschnitt soll noch in diesem Jahr für 94 000 Euro ein sogenannter Physikgarten im Innenhof der Schule angelegt werden.

Diesen Garten gibt es aber nur in abgespeckter Form: Der Innenhof wird mit der erforderlichen Infrastruktur ausgestattet (Strom- und Wasseranschluss, Leerrohre und befestigte Flächen), die von den Schülern gewünschten Experimente entfallen allerdings aus Kostengründen.

Klettergerüst und Sitzplätze fallen dem Rotstift zum Opfer

„Wenn die Finanzen nicht besser werden, gibt es keine Chance auf Realisierung“, sagt Rädisch. Denn in den Folgejahren werden andere Bereiche des Schulhofes saniert. Auch dabei fallen die meisten Schülervorschläge aus der Planung. Zum Beispiel das Klettergerüst. Selbst bei den Sitzgelegenheiten setzt die Stadt den Rotstift an.

168 000 Euro spart die Stadt mit den reduzierten Plänen ein. Einen Großteil davon müsste die Schule über Sponsoren finanzieren, wenn sie den Physikgarten doch noch mit allen Experimenten ausstatten will.

„Der Solar-Ofen wird aber auf jeden Fall aufgestellt“, sagt Rädisch. Denn den hat die Schule schon besorgt. Gänzlich aufgegeben hat der Schulleiter die Erfüllung der Schülerwünsche aber noch nicht. Womöglich bessert sich die städtische Haushaltslage ja in den kommenden Jahren. „Wir werden am Ball bleiben“, sagt er.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer