An den Erfolg des Fabry-Jahres 2010 wollen die Organisatoren in diesem Jahr in kleinerem Umfang anknüpfen.

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„Ich bin ein Fabry“ stand auf Taschen, die anlässlich des großen Festwochenendes im Juni vergangenen Jahres verteilt wurden. Archiv

„Ich bin ein Fabry“ stand auf Taschen, die anlässlich des großen Festwochenendes im Juni vergangenen Jahres verteilt wurden. Archiv

Dirk Thomé

„Ich bin ein Fabry“ stand auf Taschen, die anlässlich des großen Festwochenendes im Juni vergangenen Jahres verteilt wurden. Archiv

Hilden. „Das war ein wirklich gelungenes Jahr voller Höhepunkte“, sagt Wolfgang Antweiler. Der Leiter des Stadtarchivs und Chef des Fabry-Museums strahlt über das ganze Gesicht, wenn er das gerade zu Ende gegangene Fabry-Jahr 2010 Revue passieren lässt.

„Sogar das Fernsehen hat über Hilden und Wilhelm Fabry berichtet.“

Wolfgang Antweiler, Chef des Fabry-Museums

„Ich weiß gar nicht, wie viele tausend Besucher unsere zahlreichen Veranstaltungen miterlebt haben“, schwärmt er. „Es waren jedenfalls eine ganze Menge.“ Was den „Macher“ des Fabry-Jahres besonders gefreut hat, ist die Begeisterung, die rund um Hildens berühmtesten Sohn herrschte.

„Die Menschen haben sich nicht nur mit Wilhelm Fabry beschäftigt und ihn besser kennen gelernt. Sie sind, so zumindest sehe ich das, richtig stolz auf ihn.“

Außerdem habe der Erfolg eine „unglaubliche Außenwirkung“ gehabt. „Die Leute kamen von überall her. Sogar das Fernsehen hat über Hilden und Wilhelm Fabry berichtet.“

Drei Jahre lang haben Projektleiter Wolfgang Antweiler und sein Team, darunter sein Stellvertreter im Fabry-Museum, Bernd Morgner, Stadtmarketing-Geschäftsführer Volker Hillebrand und Harald Noubours vom Bürgermeister-Büro, das Festjahr anlässlich des 450. Geburtstags des Wundarztes vorbereitet.

Wilhelm Fabry (geboren am 25. Juni 1560 in Hilden, gestorben am 15. Februar 1634 in Bern) ist der berühmteste Hildener. Er war der größte Wundarzt seiner Zeit und gilt als der Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie. Wolfgang Antweiler, der Leiter des Fabry-Museums, beschreibt ihn als Vorreiter, Innovator und Entdecker. „Er war seiner Zeit voraus – modern und fortschrittlich.“

„Materia magica – Die Haut, in der wir leben“, ab 20. Januar im Fabry-Museum.

Benrather Straße 32a, 40721 Hilden, Telefon: 02103/59 03, Fax: 02103/5 25 32; Öffnungszeiten: Di., Mi., Fr. 15 bis 17 Uhr; Do. 15 bis 20 Uhr; Sa. 14 bis 17 Uhr; So. 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr.

„Schon 2007 bekamen wir von Rat und Kulturausschuss den Auftrag“, sagt Wolfgang Antweiler. Am Ende standen 190 000 Euro für das Mammutprojekt bereit: 100 000 Euro kamen aus der Sport- und Kulturstiftung, 60 000 Euro aus dem städtischen Etat, und 30 000 Euro steuerten Sponsoren bei.

Unterstützung erhielten Antweiler & Co. dabei von Museumsexperten und medizinischen Instituten aus ganz Deutschland. Schließlich mussten die mehr als 100 Veranstaltungen, die 2010 über die Bühne gehen sollten, in eine Besucher taugliche Form gegossen werden.

Wertvolle Tipps gab es aber auch aus Hilden – von Vereinen und Privatpersonen, die, so Antweiler, „in irgendeiner Form mit Medizin zu tun haben“.

Ein Programm für jedes Alter und für jeden Geschmack

Herausgekommen ist ein Programm, das von Januar bis Dezember für jeden Geschmack und jedes Alter etwas bereit hielt. Während sich die Erwachsenen Vorträge anhörten, Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und Buchvorstellungen besuchten oder sich mit der Gesundheitswoche beschäftigten, wandelte der Nachwuchs spielerisch auf Fabrys Spuren – beispielsweise bei einer Rallye quer durch die Innenstadt.

Höhepunkt des Fabry-Jahres war das Festwochenende vom 25. bis 27. Juni. Es gab einen historischen Markt in der Fußgängerzone, ein unvergessenes Farfarello-Konzert in der Reformationskirche und einen Festumzug mit mehr als 1000 Teilnehmern und Menschenmassen entlang der Straßen. Und: Unter dem Motto „Ich bin ein Fabry“ kamen 160 Träger dieses Namens aus aller Welt nach Hilden.

Daher werde man auch 2011 nicht aufhören, mit Wilhelm Fabry zu werben. „Natürlich wird es nicht wieder einen derartigen Veranstaltungsmarathon geben“, so Antweiler. „Aber wir haben auch für das neue Jahr einiges vor.“

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