Jagd führt durch die Innenstadt von Hilden.

Polizei
Eine Frau, die beim Gehen auf einen Rollator angewiesen ist, hat sich ein Mann als Opfer ausgeschaut. Archiv

Eine Frau, die beim Gehen auf einen Rollator angewiesen ist, hat sich ein Mann als Opfer ausgeschaut. Archiv

Jörg Knappe

Eine Frau, die beim Gehen auf einen Rollator angewiesen ist, hat sich ein Mann als Opfer ausgeschaut. Archiv

Hilden. Die 81 Jahre alte Seniorin aus Mettmann war des Einkaufserlebnisses wegen am Donnerstag nach Hilden gefahren. Statt sich jedoch des ansprechenden Angebots der Itterstadt widmen zu können, sah sich die alte Dame auf ihrem Weg durch die Fußgängerzone mit einem Mann konfrontiert, der ihr die Handtasche entriss.

Das Opfer, das zum Gehen auf die Unterstützung durch einen Rollator angewiesen ist, konnte den Mann zwar nicht verfolgen, rief jedoch laut um Hilfe. Und die verhallte nicht ungehört. Drei Männer im Alter zwischen 31 und 40 Jahren aus Düsseldorf-Benrath nahmen sprintend die Verfolgung des Räubers auf.

Verfolgungsjagd mit jeder Menge Unterstützung

Immer dann, wenn der aufgrund konditioneller Defizite seiner Verfolger aus deren Gesichtsfeld verschwand, fragte das Trio Passanten und Bauarbeiter nach dem Fluchtweg ihrer „Beute“. Und immer wies ihnen jemand den Weg – bis zu einer Gaststätte. In die stürmte der Räuber hinein und rannte in den Toilettenbereich, wo er ein Versteck zu finden hoffte.

Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Der erste Verfolger stellte ihn, die weiteren Mitglieder der verwandtschaftlich verbundenen Männer unterstützten ihn dabei, und als die Polizei kam, saßen sie auf dem Rücken des 34-jährigen Täters aus Düsseldorf, der sich heftig gegen die Festnahme durch das Trio wehrte. „Jeder Bürger kann einen anderen festnehmen“, sagte dazu Polizeisprecher Frank Sobotta.

Handtasche samt Inhalt wurden gefunden.aram

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