Im Februar soll das Gebäude abgerissen werden. Im Juni soll der Neubau starten.

Nach Plänen des Kölner Architekturbüros Molestina soll anstelle des alten Reichshofs dieser Wohn- und Arbeitskomplex entstehen.
Nach Plänen des Kölner Architekturbüros Molestina soll anstelle des alten Reichshofs dieser Wohn- und Arbeitskomplex entstehen.

Nach Plänen des Kölner Architekturbüros Molestina soll anstelle des alten Reichshofs dieser Wohn- und Arbeitskomplex entstehen.

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Nach Plänen des Kölner Architekturbüros Molestina soll anstelle des alten Reichshofs dieser Wohn- und Arbeitskomplex entstehen.

Hilden. Bald wird es ernst. „Im Februar wird der Reichshof abgerissen“, sagt Peter Stuhlträger. Er ist Mitglied im Kirchenvorstand von St. Jacobus und Leiter des Arbeitskreises Reichshof. Beim Neujahrsempfang der katholischen Gemeinde hat er den Gästen den aktuellen Stand der Dinge vorgestellt.

Den genauen Zeitpunkt des Baubeginns kennt er allerdings auch noch nicht. Bevor die Bagger anrollen, muss das Erzbistum Köln die Durchführungsgenehmigung zur Finanzierung des Abrisses erteilen. Verhandelt wird mit dem Erzbistum auch noch über Details zum Neubau des Pfarrzentrums, so dass weder Stuhlträger noch Pfarrer Ulrich Hennes aktuell verlässliche Angaben zu den Kosten des Projekts machen können.

Das Nachbarschaftszentrum ist bereits umgezogen

Sicher ist hingegen, dass das Vorhaben laut Stuhlträger „ein Sparprojekt“ sei: „Wir werden einsparen müssen. Das ist eine Vorgabe des Erzbistums.“ Dies betrifft sowohl den Platz, der der Gemeinde im neuen Pfarrzentrum zur Verfügung steht, als auch dessen endgültige Ausgestaltung. „Wir stehen dazu im intensiven Kontakt mit dem Erzbistum“, sagt Pfarrer Hennes. Ohne dessen Zustimmung gehe nichts, denn „wir bekommen einen deutlichen Zuschuss aus Köln“, sagt er. Zusätzlich muss die Gemeinde einen Eigenanteil beisteuern, der über die Verpachtung des Grundstücks an den Bauherren, die evohaus GmbH, auf der Basis eines Erbbaurechts geleistet wird.

Fest steht auch, dass alle Einrichtungen im alten Reichshof bis zum 31. Januar geräumt sein müssen. Das Nachbarschaftszentrum ist bereits umgezogen und öffnet heute an der Kolpingstraße 15 die Türen seines Übergangsquartiers. Während das Büro des Nachbarschaftszentrums und die Zwar-Gruppen in das Kolpinghaus ziehen, wird das Pastoralbüro im ersten Obergeschoss über der Hansa-Apotheke an der Mittelstraße untergebracht. Auch für die Bücherei wurde ein Übergangsquartier gefunden: Sie zieht in die Seniorenwohnanlage an der Mittelstraße 12. Alle Einrichtungen sind in der Übergangszeit unter ihren gewohnten Telefonnummern zu erreichen.

Die Abrissgenehmigungen der Stadt liegen vor

Noch etwas Zeit bleibt den Chören der katholischen Pfarrgemeinde. Die können bis Ende April im Jugendheim an der Mühlenstraße 10 proben. Danach wird auch dieses Gebäude abgerissen. Für den Gospelchor, den Jugendchor und den Kirchenchor St. Jacobus gibt es keine feste Übergangslösung. Sie werden bis zur Fertigstellung des neuen Pfarrzentrums Ende 2015 in die Pfarrheime von St. Konrad und St. Marien ausweichen.

Am Freitag, 17. Januar, 14 bis 18 Uhr, und am Samstag, 18. Januar, 11 bis 17 Uhr, stehen die Türen im alten Reichshof offen. Alles, was dann im ehemaligen Irish Pub, im Brautmoden-Geschäft, im Pfarrsaal, auf der Kegelbahn und im früheren Nachbarschaftszentrum nicht niet- und nagelfest ist, kann gegen eine Spende mitgenommen werden.

„Die Abrissgenehmigungen der Stadt Hilden für alle Gebäude liegen vor“, sagt Stuhlträger. Er geht davon aus, dass ab Juni mit dem Neubau begonnen werden kann. Ins Auge gefasst ist eine Bauzeit von 18 Monaten. Ob in dieser Zeit das Ortsgemeinde- und das Pfarrfest gefeiert werden können, wird noch diskutiert. Die Bushaltestellen vor dem Reichshof bleiben während des Neubaus erhalten.

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