Birgit Alkenings (SPD) spricht über sozialen Wohnungsbau und ihre Kandidatur fürs Bürgermeisteramt.

INTERVIEW
Birgit Alkenings (46), Ortsvereinsvorsitzende der Hildener SPD und Vorsitzende der stärksten Fraktion im Stadtrat, kandidiert auch für das Bürgermeisteramt. Archiv

Birgit Alkenings (46), Ortsvereinsvorsitzende der Hildener SPD und Vorsitzende der stärksten Fraktion im Stadtrat, kandidiert auch für das Bürgermeisteramt. Archiv

Dirk Thomé

Birgit Alkenings (46), Ortsvereinsvorsitzende der Hildener SPD und Vorsitzende der stärksten Fraktion im Stadtrat, kandidiert auch für das Bürgermeisteramt. Archiv

Frau Alkenings, es sind noch acht Monate bis zur Kommunalwahl. Welche Projekte wollen Sie bis dahin in Hilden noch umsetzten?

Birgit Alkenings: Neue Projekte werden wir eher keine mehr angehen. Fertig werden sollten die Umbauten der Kindertagesstätten Erlöserkirche, Holterhöfchen und SPE Mühle. In Hilden wohnen viele Familien, in denen die Frauen den gerechtfertigten Anspruch haben, arbeiten zu gehen. Und auch die Entwicklung der Sekundarschule – über deren sehr gute Auslastung ich sehr glücklich bin – muss weiter begleitet werden. Den gewachsenen Ansprüchen müssen wir gerecht werden.

Junge Familien müssen aber auch irgendwo wohnen, wenn sie schon mit einem guten Umfeld angelockt werden.

Alkenings: Das stimmt, dafür brauchen wir adäquaten, bezahlbaren Wohnraum. Und zwar für kleine und mittlere Einkommen.

Ralf Bommermann von der Allianz für Hilden hat an dieser Stelle gesagt, es gebe Wohnraum in den alten Industriewohnungen.

Die 46-jährige Birgit Alkenings ist seit 25 Jahren SPD-Mitglied. Vorher war sie schon bei den Jusos. Alkenings ist Bürgermeisterkandidatin der SPD Hilden. Sie lebt mit ihrem Partner in Hilden und hat zwei erwachsene Stiefsöhne.
 

 In der Interviewreihe „Klartext“ befragt die WZ alle Vorsitzenden der Fraktionen im Stadtrat zu aktuellen Fragen der Ratspolitik.

Alkenings: Herr Bommermann meint wohl die an der Kantstraße. Die sind ohne Balkon, ohne Garten, mit zu kleinen Badezimmern. Die sind eigentlich für keine Bevölkerungsgruppe angemessen.

Also Neubauten auf dem Gelände der Albert-Schweitzer-Schule?

Alkenings: Ja, und zwar auch mit sozialem Wohnungsbau. Die Mietpreisbindungen vieler Wohnungen laufen aus. Wir brauchen dringend Ersatz. Die Klientel, die sich Herr Bommermann wünscht, bringt zwar Kaufkraft, aber eben wenig Kinder. Das soziale Gefüge einer Stadt gerät so in Schieflage.

All das kostet Geld. Wie gut, dass die Stadt noch 45 Millionen Euro aus dem Verkauf der Stadtwerke auf dem Konto hat . . .

Alkenings: Und ich bin froh, dass es da liegt. Wir haben das Geld gut angelegt und können mit den Erträgen arbeiten.

Die Stadt hätte auch Schulden zurückzahlen können.

Alkenings: Dann hätten wir von dem Erlös erst einmal rund 50 Prozent Steuern zahlen müssen. Und die Stadt hat schon seit Jahren keine Kassenkredite mehr aufgenommen oder neue Schulden gemacht. Wir konnten auch so die Schulden reduzieren. Da kommt natürlich der Kommunalsoli ganz schlecht.

Den die SPD im Landtag durchsetzen will. Was sagen sie Ihren Wählern hier?

Alkenings: Wenn das Gesetz beschlossen wird, dann werden wir wohl dagegen klagen. Die kommunalen Finanzen müssen saniert und die Belastung der Kommunen mit den Kosten der Lebensrisiken Armut und Arbeitslosigkeit reformiert werden. Aber nicht so.

Sie werden als Bürgermeisterin kandidieren. Gibt es schon ein Programm?

Alkenings: Wir haben eine Wahlkommission gebildet, die Parteimitglieder sind zu Kandidaturen und Mitarbeit aufgerufen. Jetzt warten wir auf die politischen Gegner.

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