Hildener Schülerinnen gewinnen Preis beim Bio-Wettbewerb des Kreises Mettmann.

Die Schülerinnen Anneke Hüls, Joelle Görß, Emma Schneider, Marie Eick-Kerssenbrock und Lilli Motitschke (von links) des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums haben mit ihrem Gehweg-Modell den Bio-Preis des Kreises gewonnen.
Die Schülerinnen Anneke Hüls, Joelle Görß, Emma Schneider, Marie Eick-Kerssenbrock und Lilli Motitschke (von links) des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums haben mit ihrem Gehweg-Modell den Bio-Preis des Kreises gewonnen.

Die Schülerinnen Anneke Hüls, Joelle Görß, Emma Schneider, Marie Eick-Kerssenbrock und Lilli Motitschke (von links) des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums haben mit ihrem Gehweg-Modell den Bio-Preis des Kreises gewonnen.

Dirk Thomé

Die Schülerinnen Anneke Hüls, Joelle Görß, Emma Schneider, Marie Eick-Kerssenbrock und Lilli Motitschke (von links) des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums haben mit ihrem Gehweg-Modell den Bio-Preis des Kreises gewonnen.

Hilden. In die Jugendherberge soll es gehen. Und dort soll ein Tag lang geforscht werden – und einen Tag könnten sie schwimmen gehen.

Das ist die Vorstellung, die Emma Schneider, Joelle Görß, Lilli Motitschke, Anneke Hüls und Marie Eick-Kerssenbrock aus der Klasse 7d des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums von einem gemeinsamen Wochenende mit ihrer Bio-AG-Leiterin Stefanie Mulock haben.

500 Euro haben die jungen Forscherinnen dafür zur Verfügung – das Preisgeld für den zweiten Platz beim Bio-Preis des Kreises Mettmann.

Die Bürgersteige sind oftmals trostlos und langweilig

„Wir (ver)brauchen Boden“ war der Titel des Wettbewerbes, für den der Kreis Schüler in 70 Schulen angeschrieben hatte. Sie sollten sich überlegen, an welchen Stellen ihrer Städte der Boden grau und versiegelt ist, anstatt Grün und durchlässig zu sein und Platz für Tiere und Pflanzen zu bieten. Die Idee der Schülerinnen: Die Bürgersteige sind oftmals gepflastert oder geteert, jedenfalls trostlos und langweilig.

Sie schlagen also vor, den Streifen für Fußgänger von Straßen und Radwegen durch unterbrochene Grünstreifen mit Bäumen und Pflanzen abzutrennen. „Wenn man den Radweg auf die Straße verlegt, dann kann man den Streifen noch breiter machen“, sagen sie.

"Wir (ver)brauchen Boden“ lautete der Titel des Bio-Wettbewerbes des Umweltamtes des Kreises Mettmann. 70 Schulen hatte das Umweltamt angeschrieben, sieben Gruppen nahmen schließlich teil. Der erste Preis waren 750 Euro, der zweite 500 und der dritte 250.

Rund 20 Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums nehmen regelmäßig an der Bio-AG teil. In Gruppen beschäftigen sie sich mit verschiedenen Themen wie Regenwürmern, sie züchten Asseln oder nehmen an Wettbewerben teil. Die AG findet eine Stunde pro Woche statt.

Mit Rasengittersteinen könnte auch der Bürgersteig grüner werden. „Wir möchten in diesen Bereichen wieder Platz für Regenwürmer und Kellerasseln oder Vögel machen“, sagen die zwölfjährigen Umwelt-Aktivistinnen.

In der Freizeit an unterschiedlichen Projekten gearbeitet

Die fünf Schülerinnen besuchen die Bio-AG am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Dort finden sich rund 20 an Biologie interessierte Schüler einmal pro Woche nachmittags zusammen, um an unterschiedlichen Projekten zu arbeiten.

„Wir haben das alles also in unserer Freizeit gemacht“, darauf legen sie wert. Alles – das ist die vom Kreis geforderte Dokumentationsmappe mit Fotos, schriftlichen Erläuterungen und nicht zuletzt das Modell. Aus „Playmais“, einem bunten Bastel- und Baustoff aus Maisstärke, der aussieht wie Verpackungsstyropor, haben sie das Modell gebaut.

Das war im vergangenen Jahr, da hatten sie in der sechsten Klasse Biologie. „Jetzt haben wir Bio nur noch in der AG, im Unterricht gibt es jetzt Chemie“, sagen sie skeptisch.

Dass es beim Wettbewerb als Preise nicht zu verachtende Geldbeträge zu gewinnen gab, hätten sie gar nicht gewusst. „Wir sind dahin gefahren und haben gedacht, es gäbe jetzt in einem Büro eine Urkunde“, sagen sie und grinsen: „Dann standen wir plötzlich im Hof von Haus Graven und haben 500 Euro bekommen.“ Sogar ein Staatssekretär – oder so – sei da gewesen.

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