Im Rahmen der Schulkinowoche sprach Schauspieler Daniel Axt (19) über seinen Beruf und Film.

Hilden. „War das Synchronsprechen schwer?“, „Wie lange haben die Dreharbeiten gedauert?“, „Gibt es eine extra Ausbildung, oder kann das jeder werden?“ – und: „Was verdient ein Schauspieler eigentlich?“ Die Fragen, die am Dienstag auf Daniel Axt eingeprasselt sind, wollten kein Ende nehmen. Zu begeistert waren die 35 Schüler der Klasse 7.3 der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule aus Langenfeld von dem 19-Jährigen, der in dem Animationsfilm „Drachenzähmen leicht gemacht“ dem Wikingerjungen Hicks die Stimme geliehen hat.

Organisatoren wollen Medienkompetenz stärken

Auf Einladung des Lux-Kinos, der Initiative „Film + Schule NRW“, von „Vision Kino – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz“, des Landschaftsverbandes und des NRW-Schulministeriums war der Hannoveraner eigens in die Itterstadt gekommen, um sich und den Beruf des Schauspielers im Rahmen der Schulkino-Wochen vorzustellen.

„Einerseits wollen wir die Medienkompetenz der Schüler stärken, andererseits aufzeigen, welche Möglichkeiten dieses Genre bietet“, sagt Claudia Schüller von „Film + Schule NRW“. „Dass die Bandbreite potenzieller Berufe in der Filmschaffenden-Szene mehr bedeutet als ,nur’ Schauspieler zu sein. Dass es Maskenbildner, Ausstatter, Regieassistenten und vieles mehr gibt. Im Unterricht wird das Erfahrene dann aufgearbeitet – zumal wir den Lehrern zur Vor- und Nachbereitung der Filme kostenloses Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellen.“

Seit vier Jahren wird dieses Projekt der „etwas anderen Berufsberatung“, dessen Schirmherrschaft übrigens Bundespräsident Christian Wulff innehat, angeboten. „Obendrein ist der Schulunterricht im Kino mal was ganz Neues“, so Claudia Schüller.

Für den Schauspieler steht die Schule an erster Stelle

Allerdings hebt Daniel Axt, der kurz vor seinem Abi steht, den Zeigefinger. „Die Filmszene ist kein Zuckerschlecken. Sie ist schnelllebig und unsicher“, weiß er aus Erfahrung. Schließlich war „Drachenzähmen“ nicht sein erstes Engagement.

„Drachenzähmen leicht gemacht“ (3. und 4. Februar, 9 Uhr), „Der kleine Nick“ (8. Februar, 9 Uhr), „Goethe!“ (3., 4. und 8. Februar, 11.30 Uhr)

 

Infos, Anmeldungen und Unterrichtsmaterial gibt es unter Telefon 0251/591-30 55, Fax 0251/591-39 82, Mail schulkinowochen@lwl.org. Eintritt: drei Euro, Begleitpersonen sind frei.

 

Lux-Lichtspiele, Benrather Straße 20, Telefon 02103/52206

 

2007 spielte er in dem Anti-Kriegs-Film „Die Brücke“ mit, war in „Polizeiruf 110“ dabei und hatte die Hauptrolle in dem Musical „Rock It!“. Zwar ist für ihn nach wie vor klar, dass er die Schauspiel-Laufbahn einschlagen möchte. „Allerdings steht jetzt die Schule an erster Stelle. Damit ich etwas Handfestes in der Tasche habe.“

Claudia Schüller freut sich derweil besonders, dass sich die Lux-Lichtspiele an der Benrather Straße an dem Projekt beteiligen. „Dass diese kleineren Kinos an Bord sind, macht das Ganze authentischer“, sagt die Expertin.

Im Lux stehen im Rahmen der Schulkino-Wochen in den nächsten Tagen neben „Drachenzähmen leicht gemacht“ die Streifen „Der kleine Nick“ und „Goethe!“ auf dem Programm– dann zwar nicht mit einem prominenten Gast, aber, so Claudia Schüller, „wieder mit konkreten Bezügen zu den Lehrplänen wie Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Sachkunde oder Politik“.

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