Sanierung: Die Fertigstellung der Hoffeldstraße verzögert sich um einige Wochen.

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Die Arbeiten ruhen: Weil die ausführende Baufirma in eine finanzielle Schieflage geraten ist, wurde die Sanierung der Hoffeldstraße auf unbestimmte Zeit eingestellt.

Die Arbeiten ruhen: Weil die ausführende Baufirma in eine finanzielle Schieflage geraten ist, wurde die Sanierung der Hoffeldstraße auf unbestimmte Zeit eingestellt.

Dirk Thomé

Die Arbeiten ruhen: Weil die ausführende Baufirma in eine finanzielle Schieflage geraten ist, wurde die Sanierung der Hoffeldstraße auf unbestimmte Zeit eingestellt.

Hilden. So sieht eine Geisterbaustelle aus: ein einsamer Bauwagen, ein noch einsameres Toilettenhäuschen, gleich mehrere Paletten voller Pflastersteine und von Wind und Wetter umgekippte Hinweisschilder. Zu sehen ist das an der Hoffeldstraße. Dort ruhen bereits seit kurz vor Weihnachten die Bauarbeiten. Bis dahin war das Velberter Fachunternehmen Waldhoff mit der Sanierung der Straße und der Hausanschlüsse beauftragt.

Dann geriet das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage und stellte – wie auch an der Feuerwache – die Arbeiten ein. Wie aus dem Rathaus zu hören ist, ist das Unternehmen offenbar in größere Zahlungsschwierigkeiten geraten. „Momentan wird wohl geprüft, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird“, sagt der stellvertretende Tiefbauamtsleiter Dieter Drieschner: „Die Firma wollte in der vergangenen Woche die Arbeiten trotz der drohenden Insolvenz wieder aufnehmen. Warum nichts daraus wurde, wissen wir nicht. Von der Geschäftsführung haben wir niemanden erreicht.“

Dem Unternehmen wird eine letzte Frist zur Fertigstellung gesetzt

Der größte Abschnitt der Hoffeldstraße war bis vor Weihnachten von Waldhoff ordnungsgemäß fertiggestellt worden. Was nach wie vor – und sehr zum Ärger der Anwohner – fehlt, ist das Stück zwischen den Einmündungen Mettmanner- und Bogenstraße. Dort stehen zwar nach wie vor die Gerätschaften der Velberter – von Bauarbeitern ist aber weit und breit nichts zu sehen.

„Wir warten jetzt noch ein paar Tage ab“, sagt Drieschner. Wenn sich aber auch in der nächsten Woche nichts tut, werde dem Unternehmen eine letzte Frist gesetzt, um die Arbeiten zu beenden. „Wird diese Frist nicht eingehalten, werden wir Waldhoff den Auftrag entziehen, die Mitarbeiter beauftragen, die Baustelle zu räumen und die restlichen Arbeiten neu ausschreiben“, sagt Drieschner.

Eigentlich, so der stellvertretende Tiefbauamtschef weiter, wäre die Stadt längst daran gegangen, ein neues Unternehmen an Land zu ziehen. „Aber in solchen Angelegenheiten sind stets rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Das geht nicht so einfach, und schließlich wollen wir als Stadt keine Fehler machen“, sagt Drieschner. Gleichwohl werde die Firma in Regress genommen, wenn sich herausstellen sollte, dass die Stadt finanzielle Nachteile hat.

Die Insolvenzordnung (InsO) regelt unter anderem die Voraussetzungen für die Durchführung eines Insolvenzverfahrens. Das Insolvenzverfahren dient laut Bundesagentur für Arbeit dazu, die Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen, indem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt wird.

Für eine Insolvenz gibt es vor allem drei Gründe: 1.) Zahlungsunfähigkeit: Sie liegt vor, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. 2.) Drohende Zahlungsunfähigkeit: Dieser Insolvenzgrund ist nur dann möglich, wenn der Schuldner selbst die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt hat. 3.) Überschuldung: Bei einer juristischen Person (zum Beispiel einer GmbH) ist auch die Überschuldung ein Insolvenzgrund. Sie liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt.

Zuletzt war Waldhoff mit der Aufpflasterung im Einmündungsbereich zwischen Hoffeld- und Bogenstraße beschäftigt. „Die Aufpflasterung ist auch weitestgehend fertig“, sagt Drieschner. Allerdings würden noch die Rampensteine rundherum fehlen. Diese Steine ermöglichen ein problemloses Überfahren der Bodenschwelle. Außerdem stehen noch einige weitere Pflasterungsarbeiten aus sowie die Beseitigung einiger Mängel bei den Hausanschlüssen. Drieschner: „Das ist alles nichts Gravierendes. Aber in der Summe kommt da einiges zusammen, was noch abgearbeitet werden muss.“

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