Der Investor übernimmt die Erschließung des Areals, den Bau von Kanälen und die Grüngestaltung.

Hilden
Das Luftbild zeigt das Gebiet im Nordwesten der Stadt, wo der Meide-Park entstehen soll.

Das Luftbild zeigt das Gebiet im Nordwesten der Stadt, wo der Meide-Park entstehen soll.

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Das Luftbild zeigt das Gebiet im Nordwesten der Stadt, wo der Meide-Park entstehen soll.

Hilden. Die Stadt Hilden ist eine attraktive Wohnstadt. Wegen ihres kompakten Stadtgebiets (knapp 26 Quadratkilometer) und der dichten Besiedlung sind Grundstücke entsprechend knapp und teuer.

Deshalb kommt es sehr selten vor, dass bestehendes Baurecht nicht ausgeübt wird. Genau dies ist auf rund 8500 Quadratmetern Bauland an der Straße Meide geschehen. Und zwar 48 Jahre lang. Die Meide GmbH mit Sitz in Hilden hat die meisten Grundstücksflächen zwischen Steinauer Straße und Meide gekauft und will sie jetzt parzellieren und an Bauinteressierte veräußern.

Grundstückseigentümer will 767 000 Euro investieren

„Es handelt sich um 13 bis 16 einzelne Grundstücke, auf denen Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen sollen“, sagt Thomas Schneiders. Der Geschäftsführer der Meide GmbH will einen Teil als Investor selbst bebauen, einen anderen Teil veräußern. „Das Interesse ist jetzt schon groß“, stellt er fest.

Voraussetzung für die Realisierung des Vorhabens ist, dass die im Bebauungsplan festgesetzten Erschließungsstraßen, Grünflächen und Kanäle gebaut werden. Dafür ist im städtischen Haushalt, in dem ein Defizit von 7,55 Millionen Euro klafft, jedoch kein Geld da.

Deshalb hat der Grundstückseigentümer der Stadt angeboten, diese Anlagen auf eigene Kosten nach den Vorgaben der Verwaltung zu bauen und sie anschließend der Stadt unentgeltlich und lastenfrei zu übertragen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 767 000 Euro.

Im Stadtentwicklungsausschuss stimmten alle Ratsfraktionen mit Ausnahme der Grünen diesem Vorschlag zu. Schneiders: „Der Stadtrat muss noch grünes Licht geben, vorher möchte ich nicht im Detail über die Pläne sprechen.“ Nur so viel: Als Architekten sind MS Plan aus Solingen beauftragt; geht alles gut, geht es Ende des Jahres in die Bauphase.

Der Bebauungsplan ist zwar alt, aber noch immer gültig

Der gültige Bebauungsplan Nummer 61 sei zwar „alt, aber rechtskräftig“, erläuterte Lutz Groll vom Planungsamt. Planungsamtsleiter Peter Stuhlträger ergänzte: „Dass 48 Jahre kein Baurecht ausgeübt wurde, ist ein Sonderfall.“

Die Firma Meide GmbH will die Erschließungsarbeiten der Kölner Firma Gebig Immobilien- und Projektentwicklung als Treuhänder und Dienstleister übertragen. Die Stadt Hilden bekommt eine Bürgschaft in Höhe der Gesamtkosten.

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