Ein Unbekannter versucht den Eindruck zu erwecken, das Geschäftsgebaren der Itterfest-Veranstalter sei unseriös.

Hilden
Das Itterfest findet in diesem Jahr vom 24. bis 27. Oktober statt. Archiv

Das Itterfest findet in diesem Jahr vom 24. bis 27. Oktober statt. Archiv

Dirk Thomé

Das Itterfest findet in diesem Jahr vom 24. bis 27. Oktober statt. Archiv

Hilden. Angebliche „Mitglieder von Vereinen, die Mitglied in der Hildener Werbegemeinschaft sind“, haben sich in einem „Offenen Brief“ an die Ratsfraktionen und Medien gewandt. Man sehe „leider keine andere Möglichkeit der Einflussnahme und Korrektur mehr“, das „Geschäftsgebaren der Hildener Werbegemeinschaft und speziell ihres Vorsitzenden Bastian Mey öffentlich zu machen“.

Staatsanwaltschaft und Stadt widerlegen Vorwürfe

Die Werbegemeinschaft veranstaltet das Itterfest und betreibt seit 2012 auf Beschluss des Stadtrates den Bürgertreff Lortzingstraße im Auftrag der Stadt. Gegen Mey seien „eine Fülle von Strafverfahren und Ermittlungsverfahren“ anhängig, wird in der E-Mail behauptet. Es gibt kein Verfahren gegen Mey, sagt dazu die Staatsanwaltschaft Düsseldorf.

Nächste Anschuldigung: Der Bürgertreff Lortzingstraße soll „schwarz“ vermietet worden sein. Beigefügt sind Berichte der Kassenprüfung der Werbegemeinschaft aus den vergangenen Jahren. Darin werden zum Teil Mängel festgestellt. Dazu stellt Kassenprüfer Thomas Scharnweber fest: „Die Unterlagen sind echt und standen allen Mitgliedern zur Verfügung. Alle fehlenden Rechnungen liegen inzwischen vor. Aus unserer Sicht steht einer Entlastung des Vorstandes nichts entgegen.“

Fazit: An den Vorwürfen ist nichts dran. Sie sind übrigens nicht neu, wurden schon vor einem Jahr erhoben. Die Stadt ließ damals alle Unterlagen zum Bürgertreff Lortzingstraße prüfen. „Uns liegen keine Beschwerden von Mietern des Bürgertreffs vor“, stellte Bürgermeister Horst Thiele klar. Die Unterlagen für 2012 sind geprüft und „völlig in Ordnung“, so Erster Beigeordneter Norbert Danscheidt. Die für 2013 sollen in vier Wochen vorliegen.

Das verleumderische Schreiben ist nicht unterschrieben und wurde als Mail über einen Anbieter verschickt, der damit wirbt, die Identität des Absenders geheim zu halten.

Vorsitzender Mey wird vorerst im Amt bleiben

Der Bürgerverein Nord und die Werbegemeinschaft hatten sich um die Bewirtschaftung des Bürgertreffs Lortzingstraße beworben. Der Stadtrat gab der Werbegemeinschaft den Vorzug.

Die Stadt kann den Überlassungsvertrag jährlich kündigen.

Er habe alle Unterlagen zur Absicherung an das Finanzamt Hilden geschickt, sagt Vorsitzender Bastian Mey. Am Freitag kommen die etwa 25 Mitglieder der Werbegemeinschaft zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zusammen. Thomas Herweg, Zweiter Vorsitzender, tritt aus persönlichen Gründen zurück. Das könnte den Zeitpunkt für die Attacke aus dem Hinterhalt auf Mey erklären.

Der junge Unternehmer (29) und Geschäftsführer einer Immobilien GmbH will vorerst Vorsitzender der Werbegemeinschaft bleiben.

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