Die Redaktion befragte den zweiten Herausforderer Bernhard Osterwind (BmU).

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Bernhard Osterwind (BmU)

Bernhard Osterwind (BmU)

Bernhard Osterwind (BmU)

Erkrath. Am kommenden Sonntag müssen sich die 36.000 Erkrather Wahlberechtigten nicht damit bescheiden, eine Stimme abzugeben - sie haben derer gleich vier. Eine für das Ratsmitglied, eine für die Zusammensetzung des Kreistags, für den Landrat - und für den Mann, der in den kommenden sechs Jahren den Titel Bürgermeister tragen soll.

Drei Kandidaten stellen sich in Erkrath: Es sind Amtsinhaber Arno Werner (CDU) und seine beiden Herausforderer Detlef Ehlert (SPD) und Bernhard Osterwind (BmU). Damit sich die Wähler jenseits vom Lächeln auf Wahlplakaten einen Eindruck von diesem Trio verschaffen können, hat die WZ-Redaktion den Kandidaten neun Fragen gestellt. Bereits die Länge der Antworten sagt so einiges über sie aus.

Zunächst die Fragen:

Frage 1.Warum wollen Sie Bürgermeister werden?

Frage 2: Was glauben Sie besser als Ihre Mitbewerber um das Bürgermeisteramt zu können?

Frage 3: Mit welchem Argument würden Sie jemanden davon überzeugen, nach Erkrath zu ziehen?

Frage 4: Worüber können Sie herzhaft lachen?

Frage 5: Nennen Sie den wichtigsten Satz aus dem Wahlprogramm Ihrer Partei/Ihrer Wählervereinigung.

Frage 6: Sollen weitere Gewerbe- und Wohngebiete ausgewiesen werden? Wenn ja, wo?

Frage 7: Wenn Sie sich entscheiden müssen, was ist Ihnen wichtiger: Schuldenabbau oder Stadtentwicklung?

Frage 8: Was nervt Sie im Leben?

Frage 9: Welchen Plan "B" haben Sie für den Fall, dass Sie nicht zum Bürgermeister gewählt werden?

Herausforderer: Bernhard Osterwind (BmU)

Antwort auf Frage 1: "Weil ich für die Stadtentwicklung die besseren Konzepte entwickelt habe. Der eine Kandidat lehnt sie ab, der andere ahmt sie nach."

Antwort auf Frage 2: "Zwei Dinge kann ich in den Vordergrund stellen, ohne die Mitbewerber damit herabsetzen zu wollen: Langjährige Praxiserfahrung im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Schule sowie die dazu notwendige Ausbildung. Mein Studium der Stadtgeographie und meine empirische Migrationsforschung am Beispiel Hochdahls hat mir die fachliche Grundlage gegeben, das Stadtentwicklungskonzept für Erkrath, dem sich zwischenzeitlich viele Gruppen anschließen, zu entwerfen."

Antwort auf Frage 3: ",Ziehen Sie nach Erkrath, Ihre Nachbarn sind schon da!’ Ein derartiges Leitmotiv ist Konsequenz unseres Stadtentwicklungsprogramms. Im Gegensatz zur Ansiedlung auf der grünen Wiese (Kleines Bruchhaus) zieht man hier nicht auf eine Baustelle, sind die Erschließungskosten schon bezahlt, kann man sich vorher einen Eindruck von der Nachbarschaft machen und kennt die Angebote der Infrastruktur. Voraussetzung sind gepflegte Wohnviertel, Erhalt der Naherholungsflächen, Bildungsangebote für die Kinder und ein leistungsfähiger ÖPNV. Dann klappt es nicht nur mit den neuen Nachbarn sondern auch mit dem Wiederverkaufswert des vorhandenen Wohnungsbestandes."

Antwort auf Frage 4: "Willibert Pauels, Volker Pispers."

Antwort auf Frage 5: "Wir können Erkrath".

Antwort auf Frage 6: "Nur wenn ein Stadtentwicklungskonzept die Notwendigkeit dafür zeigt. Dazu gehört die Beantwortung der Fragen: Für wen bauen wir? Warum bauen wir an dieser bestimmten Stelle? Warum bauen wir jetzt? Welche Folgen hat dieses Baugebiet für die Natur und die bereits vorhandenen Wohngebiete? Wie sieht die Kosten-Nutzen-Analyse langfristig aus (fiskalische Gesamtanalyse)?"

Antwort auf Frage 7: "Wichtig ist Schuldenabbau durch Stadtentwicklung."

Antwort auf Frage 8: "Rücksichtslose Raucher, Raser, Vandalismus, Vielredner, Selbstredner, ungeduldige Menschen, Menschen die nicht zuhören."  

Antwort auf Frage 9: "A) Ich strenge mich weiter in meinem Beruf als Gymnasiallehrer an. B) Erkrath versuche ich aus der Opposition im Stadtrat und als Kreistagsabgeordneter nach Kräften zu helfen."

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