17 Stunden lang hat die Feuerwehr einen Brand in Velbert bekämpft. Anwohner wurden wegen des Qualms zeitweilig gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Einsatz
Meterhoch schlugen die Flammen. Die Feuerwehr arbeitete die ganze Nacht zu Samstag durch, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Meterhoch schlugen die Flammen. Die Feuerwehr arbeitete die ganze Nacht zu Samstag durch, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Um auch ganz sicher zu gehen, dass nichts mehr brennt, wurde noch am Samstag bis zum früheren Nachmittag Löschschaum versprüht.

Feuerwehr Velbert, Bild 1 von 2

Meterhoch schlugen die Flammen. Die Feuerwehr arbeitete die ganze Nacht zu Samstag durch, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Velbert. Die Szenerie erinnert an eine Winterlandschaft, doch die weiße Substanz, die teils meterhoch die kleine Senke an der Metallstraße in Velbert füllt, ist kein Schnee, sondern Löschschaum. Am Freitagabend ab 21.45 Uhr haben hier einige tausend Altreifen gebrannt, und nur mit massivem Schaumeinsatz ist es der Feuerwehr gelungen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Noch am Samstagvormittag schwelt es unter der weißen Masse. Ein Kettenbagger, bis zum Führerhaus im Schaum versunken, schichtet die angekokelten Reifen um, damit die Feuerwehr die Glut bekämpfen kann.

Landesumweltamt stellt bei Luftmessung keine Schadstoffe fest

Die Brandschützer waren am späten Freitagabend ausgerückt, weil eine Böschung auf dem Areal zwischen Metallstraße, Langenberger Straße und Autobahn 535 in Velbert brennen sollte. Stattdessen stellten die Einsatzkräfte fest, dass auf einem Werkstattgelände auf einer Fläche von rund 600 Quadratmeter Altreifen in Flammen standen. Per Sirene wurden weitere Löschzüge aus Velbert-Mitte und Neviges alarmiert. Und die Anwohner wurden über Rundfunkmeldungen aufgefordert, wegen des Rauchs Fenster und Türen zu schließen. Messungen des Landesumweltamtes zufolge gab es jedoch keine gesundheitsgefährdende Luftbelastung.

Unter der Brandstelle verläuft eine Ferngasleitung

Zunächst hielten die Einsatzkräfte das Feuer mit Wasser in Schach. Währenddessen wurden mehrere tausend Liter Schaummittel herangeschafft, außerdem wurde ein Tanklöschfahrzeug mit Schaumwerfer aus Mettmann angefordert. Zur Wasserversorgung wurde eine zusätzliche, 500 Meter lange Schlauchleitung von der Bahnhofstraße verlegt. Die Anschlussstelle Velbert-Zentrum der Autobahn 535 war daher zeitweilig nicht erreichbar.

Zwischenzeitlich waren auch Experten von Thyssen-Gas eingetroffen, denn unter der Brandstelle verläuft eine Ferngasleitung. Zunächst wurde überlegt, sie abzuschalten, was dann aber doch nicht erforderlich war, nachdem das Feuer mit dem Schaum immer mehr unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Gegen 2 Uhr am frühen Samstagmorgen war der Brand dann fast gelöscht. Es mussten jedoch noch Glutnester bekämpft werden. Die Feuerwehr beendet den Einsatz am Samstagnachmittag um kurz nach 15 Uhr.

Die Velberter Feuerwehr war mit sieben ihrer acht Löschzüge im Einsatz, dazu kamen die Werkfeuerwehren von BKS und Huf – insgesamt mehr als 120 Kräfte. Die Feuerwehr Mettmann lieferte ein Tanklöschfahrzeug mit Schaumwerfer, die Berufsfeuerwehren Essen und Wuppertal steuerten mehrere tausend Liter Schaummittel bei, Wuppertal außerdem Atemfilter.

Die Langenberger Straße zwischen Güter- und Industriestraße sowie die Metallstraße waren zum Teil bis zum Samstagmorgen gesperrt. Auch ein Auffahren auf die Autobahn 535 war zeitweilig nicht möglich.

Bei dem Brand wurden auch zwei Autos zerstört, die an der Böschung standen. Unklar ist noch, wie es zu dem Brand gekommen ist. Die Polizei ermittelt.

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