Bei einem Treffen der Innung sind in Mettmann die angesagtesten Frisuren des Jahres 2010 vorgestellt worden.

Mettmann. Überraschenderweise werden auch in der kommenden Saison wieder Frisuren getragen. Vier wichtige Linien gibt es bei Frauen ebenso wie bei Männern, und zwar für langes, mittellanges, kurzes und ganz kurzes Haar. Wem diese verblüffende Aussage zu uneindeutig ist, orientiert sich an Stars und Sternchen.

So machen es auch Profis wie Antonio Weinitschke und Rüdiger Stroh: Die beiden Friseurmeister präsentierten anlässlich eines Innungs-Treffens im Haus des Handwerks, welche Trends im Frühjahr und Sommer angesagt sind.

Friseure besuchen Trend-Bars, um den Zeitgeist zu erkennen

"Es ist kein Problem, den Zeitgeist zu treffen, man muss aber vorausschauen können", erklärte der 44-jährige Antonio Weinitschke. Über die Industrie, Trendscouts, den gezielten Blick in Szenebars, aber auch in der Architektur lassen sich Inspirationen aufgreifen.

Oder eben bei Promis: "Rihanna ist eine absolute Trendsetterin", auch bei Fußballergattin Victoria Beckham "kann man sich immer etwas abgucken". Und Nena sei auch toll. Wobei Weinitschke bemängelt, sie trage im Nacken und an den Seiten die Haare zu kurz.

An den Modellen Anna und Andreas zeigten die beiden Friseurmeister dann zwei Klassiker aus den Abteilungen "mittellang" und "kurz", die wieder in Mode sind: Andreas wurde der legendäre Pilzkopf frisiert, Anna ließ Haare für einen Classic-Bob: "Erfrischend, leicht und modern", so die Experten.

Der Classic-Bob wird von den Friseurmeistern als "erfrischend, leicht und modern" beurteilt.

Der Pilzkopf feiert 2010 ein großes Comeback. Der Schnitt ist allerdings deutlich aufwändiger, als er einst bei den Beatles war.

Die Dauerwelle ist zurück. Die Stichworte sind ungebändigte Lockentextur und Amazonenlook.

Und die versammelten Friseure guckten genau hin. Die Innung Mettmann zählt etwa 250 Betriebe, wovon rund 50 anwesend waren, was ungefähr 90 Gästen entsprach.Über Kamm und Schere, und nicht etwa wie bei Billigheimern mit irgendwelchen Aufsätzen, geht der klassische Haarschnitt.

Um den Trendlook Pilzkopf, der in den 80er Jahren bereits als so genannte Popper-Frisur zurückkekrte, perfekt zu stylen, wird das Haar am Oberkopf abgeteilt, hinter dem Ohr im 45-Grad-Winkel zur Hinterkopfmitte geschnitten. Anschließend werden die Seitenkonturen unterschnitten, Oberkopf und Stirnpartie angeglichen und später mittels Slice-Technik strukturiert.

Zu Pilz und Bob gesellen sich wieder Dauerwellen. Während die in den 90er Jahren vollkommen abgemeldet waren und durch intensive Farben ausgetauscht wurde, sind die weichen Wellen nun wieder in. Neuerdings, so Antonio Weinitschke und Rüdiger Stroh, gibt es sie als "ungebändigte Lockentextur" und im "Amazonenlook. Das Geheimnis dahinter ist eine ausgefeilte Technik. "Die Frage ist nicht, ob lang oder kurz, sondern was dem Kunden gefällt."

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