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Jörg Knappe

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Kreis Mettmann. Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei erneut vor Trickbetrügern, die sich als Polizeibeamte ausgeben, um vornehmlich Senioren zu betrügen und diese um ihr „Hab und Gut“ zu bringen.

Alleine vier Versuche dieserMasche ereigneten sich am Donnerstag im Mettmanner Kreisgebiet. Mindestens drei Bürger erhielten in Velbert und Heiligenhaus Anrufe von einem Unbekannten, in denen ihnen in einer geschickten Gesprächsführung vorgetäuscht wurde, dass sie zeitnah Opfer eines Einbruches werden könnten. Um ihre Ersparnisse und Wertgegenstände vor diesen Einbrecherbanden in Sicherheit bringen zu können, erkundigte sich der Anrufer nach dem Vermögen der Angerufenen und kündigte im Verlauf des Gesprächs an, dass ein Polizist vorbei kommen werde und die Wertsachen an sich nehmen würde, um Schaden abzuwenden.

In einem weiteren Fall dieser Masche klingelten am Donnerstag gegen 14.30 Uhr zwei unbekannte Männer an einem Einfamilienhaus einer 76- jährigen Frau in Monheim. Die Unbekannten gaben vor, zivil gekleidete Polizeibeamte zu sein und zeigten der Seniorin auch einen gefälschten Polizeiausweis. Auch in diesem Fall versuchten die „falschen Polizeibeamten“ Informationen über das Barvermögen der Monheimerin und ihre im Haus gelagerten Wertsachen zu erfragen. Die Rentnerin wurde jedoch misstrauisch, reagierte richtig und gab den Unbekannten gegenüber an, sich deren Aussagen durch einen Anruf bei der richtigen Polizei bestätigen zu lassen.

Daraufhin entfernten sich die Betrüger unverzüglich in unbekannte Richtung. Die Zeugin konnte die Männer wie folgt beschreiben: 1. Person: - circa 1,75 Meter groß, normale Statur - kurze dunkle Haare - bekleidet mit blauer Jacke und Jeans 2. Person: - circa 1,75 Meter groß, korpulente Statur - bekleidet mit heller Jacke und Jeans - sprachen beide akzentfreies deutsch.

Sachdienliche Hinweise, die in Tatzusammenhängen stehen könnten, nimmt jede Polizeidienstelle im Kreis Mettmann entgegen.

Zur Prävention gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann folgende Hinweise: Seien Sie am Telefon aufmerksam! Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte, Bekannte oder andere Amtsträger ausgeben, die Sie als solche nicht zweifelsfrei erkennen. Geben Sie keine Details zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Stellen Sie stattdessen gezielte Fragen, die nur der „richtige Anrufer“ beantworten kann. Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n) oder Bekannte(n) unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei anderen Gesprächen üblicher Weise wählen und besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal. Übergeben Sie niemals Geld oder andere Werte ungeprüft und ohne Zeugen an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass es ein Telefonbetrüger auf Sie abgesehen hat - Notrufnummer 110.

Wenden Sie sich auch an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer geworden sind: die Opferschutzbeauftragten vom Kommissariat Vorbeugung helfen Ihnen. Angehörigen älterer Menschen und potentieller Opfer wird empfohlen: - Um Ihre älteren Angehörigen zu schützen, sprechen Sie mit ihnen und weisen auf die Methoden und verschiedenen Varianten des sog. „Enkeltricks“ der Betrüger hin. Vereinbaren sie ein nur Ihnen gemeinsam bekanntes Stich- bzw. Codewort für tatsächliche Notfälle oder Notlagen.

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