Der Ausstellungsraum wurde neu gestaltet, die Werkstatt ist gewachsen und das Lager ist zweigeschossig ausgebaut. Marc Michalsky ist für die kommende Fahrradsaison gerüstet.

Der Ausstellungsraum wurde neu gestaltet, die Werkstatt ist gewachsen und das Lager ist zweigeschossig ausgebaut. Marc Michalsky ist für die kommende Fahrradsaison gerüstet.
Händler Marc Michalsky glaubt an die Zukunft des Fahrrades. Besonders E-Bikes sind aktuell sehr gefragt.

Händler Marc Michalsky glaubt an die Zukunft des Fahrrades. Besonders E-Bikes sind aktuell sehr gefragt.

Dietrich Janicki

Händler Marc Michalsky glaubt an die Zukunft des Fahrrades. Besonders E-Bikes sind aktuell sehr gefragt.

Erkrath. Zwischen den Jahren hat Marc Michalsky den großen Aufbruch gewagt. Auf seine Idee hin wurden die 400 Quadratmeter Geschäftsraum von den 500 Ausstellungsstücken geräumt, um für einen kompletten Umbau Platz zu schaffen. Erstmals in 35 Jahren Firmenhistorie blieb dafür der Laden von Weihnachten bis Neujahr geschlossen. Einer der größten Rad-Experten der Stadt hat sich damit an seinem Standort in Hochdahl komplett neu aufgestellt.

Die neuen Holzpodeste, Alugerüste und Radkarussells sind alle Marke Eigenbau. Für deren Gestaltung ließ sich der stellvertretende Geschäftsführer des Hochdahler Radfachhandels beim Besuch von Modegeschäften inspirieren, die bekanntlich Meister der Warenpräsentation sind. Schon im Jahr zuvor war hinter den Kulissen des Verkaufsraums viel Zeit und Geld investiert worden. Das Schmuckstück des Radzentrums an der Hochdahler Schimmelbuschstraße ist die durchorganisierte Werkstatt, die demnächst vom TÜV zertifiziert werden soll, erklärt Michalsky.

„Die Arbeit hier ist kein einfaches Schrauben mehr, sondern ein echter Service am Fahrrad, der mit der Fehlerdiagnostik bei der Annahme beginnt.“ Den Kunden werden für die Dauer der Reparaturzeit mittlerweile sogar Ersatzräder zur Verfügung gestellt. „Inzwischen ist das Fahrrad hoch spezialisiert und die Wartung ähnlich komplex und aufwendig wie beim Auto.“ Entsprechend dauert die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker dreieinhalb Jahre.

„Der Trend zum E-Bike geht absolut durch die Decke.“

Marc Michalsky, Zweiradhändler

Auch das Lager, wo noch einmal mehr als tausend Räder gestapelt liegen, wurde renoviert und mittlerweile zweigeschossig ausgebaut. In Absprache mit dem Bauaufsichtsamt der Stadt Erkrath sind auch alle notwendigen Auflagen erfüllt worden. Vor allem die Anforderungen für den Brandschutz haben sich in den vergangenen Jahren erhöht.

Der Verkauf von Zweirädern unterliegt durch den zunehmenden Onlinehandel und den Durchbruch der Elektrifizierung – besonders seit dem Marktgang der Bosch-Motoren vor sechs Jahren – einem intensiven Wandel. „Der Trend zum E-Bike geht absolut durch die Decke“, bestätigt Michalsky. Experten sehen für nächstes Jahr einen weiteren Leistungssprung für die Akkulaufzeiten voraus. Inzwischen ist etwa jedes zweite verkaufte Rad ein E-Bike. Für das laufende Tour-de- France-Jahr gibt es erstmals ein Rennrad mit E-Antrieb aus der Produktion des Unternehmens Giant, das in Erkrath an der Brügger Mühle ein Büro betreibt.

Schon seit jeher sponsort Radsport Michalsky Nachwuchsfahrer der hiesigen Rennsportszene, derzeit den Mettmanner René Otterbein. Als ehemaliger Bahn- und Straßenrennfahrer will Michalsky, der sechs Jahre für das Bundesligateam Kaarst-Büttgen in die Pedale trat, anlässlich der Ortvisite des bedeutendsten Radrennens der Welt neben der Fernsehübertragung in den Laden einen Erlebnisevent für die Kunden veranstalten.

Zum Fahrrad der Erkrather Region mit ihren unterschiedlichen Anforderungen wie Steigungen und Flachstücken oder Asphalt- und Waldböden kürt er allerdings das Trekkingbike: „Es ist das beste Fahrrad für alle Fälle.“ Die radaffinen Düsseldorfer Bürgermeister fördern derzeit den konsequenten Ausbau von Radwegen. Viele Kunden, die in die Landeshauptstadt pendeln, seien schon vom Auto auf das E-Bike umgestiegen, berichtet Michalsky.

Dass nun ein weiterer Radanbieter in Alt-Erkrath eröffnet hat, sieht er als gutes Zeichen für den wachsenden Markt: „Wir nehmen den Kampf an. Konkurrenz kann das Geschäft beleben.“

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