Gleich zweimal wurde am Mittwoch mit unbekannten Gegenständen auf Linienbusse gezielt. Die Polizei sucht dringend Zeugen.

Im Bereich des Sandheider Markts wurden Steine auf Busse der Linie 741 geworfen.
Im Bereich des Sandheider Markts wurden Steine auf Busse der Linie 741 geworfen.

Im Bereich des Sandheider Markts wurden Steine auf Busse der Linie 741 geworfen.

DJ

Im Bereich des Sandheider Markts wurden Steine auf Busse der Linie 741 geworfen.

Erkrath. Erst am Montagabend war gegen 23.20 Uhr auf der Sandheider Straße in Hochdahl ein Bus der Linie 780 vermutlich mit einem Stein beworfen worden. Dabei ging eine Seitenscheibe zu Bruch, verletzt wurde niemand. Am späten Mittwochabend gab es dann gleich zwei weitere Fälle: Gegen 21.30 Uhr wurde ein Bus der Linie O5 beim Abbiegen von der Sandheider Straße in Hochdahl in die Schildsheider Straße mit einem unbekannten Gegenstand attackiert.

Bei der Rheinbahn ist der Bereich bereits seit längerem bekannt

Der traf ein Fenster auf der rechten Fahrzeugseite, das dabei leicht verschmutzt wurde. Personen kamen nicht zu Schaden, weshalb der Fahrer weiterfuhr, nachdem er seine Leitstelle informiert hatte. Gegenüber der Polizei gab er später an, zwei hell gekleidete Personen beobachtet zu haben, die in einen nahen Waldweg geflüchtet waren. Ermittlung und Fahndung verliefen bisher aber ohne Erfolg. Am gleichen Abend, gegen 22.30 Uhr, gab es in Hochdahl dann noch einen zweiten Vorfall gleicher Art: Ein Bus der Linie 741 wurde offenbar mit kleineren Steinen beworfen, als er auf der Sandheider Straße in Höhe Hausnummer 200 gerade an der Haltestelle Brechtstraße stoppte. Auch in diesem Fall entstand kein Personen- und nur geringer Sachschaden.

Da bis jetzt jede Spur von den Tätern fehlt, ist die Polizei dringend auf Zeugenhinweise angewiesen, betonte ein Polizeisprecher. Die betroffenen Bereiche würden zwar von Beamten kontrolliert, es sei aber unmöglich, das komplexe ÖPNV-Netz zu überwachen. Auch wenn in keinem der Fälle Personen zu Schaden gekommen wären, dürften die Angriffe „nicht als dumme Jungenstreiche“ verharmlost werden. Ermittelt werde in allen Fällen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Blick zurück: Bereits im März ist ein Linienbus der Rheinbahn an der Haltestelle Gretenberger Straße von einem unbekannten Gegenstand so hart getroffen worden, dass eine Seitenscheibe zerbrach. Die Polizei ging damals davon aus, dass der oder die Täter aus dem Bereich der Hochhäuser oder des hinter der Haltestelle liegenden Parkplatzes gezielt haben. Gefasst wurden sie nicht. Bei der Rheinbahn ist der Bereich bekannt, es gebe dort immer wieder Probleme, sagte Rheinbahn-Sprecher Eckhard Lander. „Wie wir von der Betriebshofleitung in Mettmann wissen, gibt es dort offenbar eine auffällige Klientel, die immer mal wieder Ärger macht“, sagt Lander. Er beobachte derzeit ohnehin eine allgemeine Tendenz zur erhöhten Bereitschaft, Uniformierte anzugreifen, und davon wären auch die Busfahrer nicht ausgenommen. Sollten sich Vorfälle in den späten Abendstunden – wie eben jene am Montag und am Mittwoch – weiterhin häufen, werde die Rheinbahn den Fahrern zu ihrem Schutz gegebenenfalls auch eine Begleitung zur Seite zu stellen.

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