Erneut sind in Erkrath Rocker und Libanesen aneinander geraten. Es gab mehrere Verletzte. Mit einem Großeinsatz verhinderte die Polizei ein weitere Eskalation. Der Konflikt schwelt schon länger.

Großalarm: Wieder gewalttätige Auseinandersetzungen mit Rockerbezug
Wieder sind in Hochdahl Libanesen und Rocker aneinander geraten. Die Polizei verhinderte Schlimmeres.

Wieder sind in Hochdahl Libanesen und Rocker aneinander geraten. Die Polizei verhinderte Schlimmeres.

Patrick Schüller

Wieder sind in Hochdahl Libanesen und Rocker aneinander geraten. Die Polizei verhinderte Schlimmeres.

Erkrath. Bei einer Massenschlägerei zwischen Rockern und Mitgliedern eines libanesischen Familienclans sind im Erkrather Stadtteil Hochdahl mehrere Beteiligte leicht verletzt worden. Mit einem Großaufgebot von mehr als hundert  Beamten verhinderte die Polizei, dass die stundenlange Auseinandersetzung in der Nacht zum Mittwoch weiter eskalierte.

Weil immer mehr Libanesen hinzukamen, wuchs die Gruppe auf der Seite des Familienclans zwischenzeitlich auf geschätzt 150 Personen an. Sie standen rund zwei Dutzend Männern aus dem Rockermilieu gegenüber. Einige Beteiligte hatten laut Polizei Baseballschläger dabei. Erst am frühen Mittwochmorgen zogen die Beteiligten schließlich ab.

Begonnen hatte die Auseinandersetzung am Dienstagabend vor einer Gaststätte. Dort lieferten sich zunächst 30 bis 40 Libanesen aus noch unklaren Gründen mit den Rockern eine Schlägerei. Im Laufe der Nacht trafen immer mehr Libanesen auch aus der weiteren Umgebung ein. Die Rocker verbarrikadierten sich schließlich in der Gaststätte.

Mit dem Großaufgebot von mehr als 100 Beamten hinderte die Polizei die Libanesen daran, in die Gaststätte zu den Rockern vorzudringen. Beamte nahmen die Personalien der Beteiligten auf und leitete Strafverfahren wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzungen ein.

Zwei Personen kamen nach der Auseinandersetzung im Kreis Mettmann ins Krankenhaus, konnten nach einer ambulanter Behandlung aber wieder die Klinik verlassen. Außerdem berichtete ein Polizeisprecher davon, dass weitere Beteiligte augenscheinlich Verletzungen davontrugen, aber sich dennoch nicht in eine ärztliche Behandlung begeben wollten.

Der Konflikt zwischen den beiden Gruppen in Erkrath schwelt schon seit längerem. Bereits im August kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit mehreren verletzten Polizisten. Damals sei es nach Angaben der Beteiligten um eine Parkplatzstreit gegangen. Die Polizei vermutet aber noch einen anderen Grund hinter dem Konflikt. (dpa) 

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