Erkrath. Von einem besonderen Problem mit der rechten Szene in Erkrath habe sie nichts gehört, auch nicht in den anderen Städten des Kreises Mettmann, beruhigte Hanne Steffin-Özlük, zweite Vorsitzende des Vereins Mettmann gegen Rechts – Für Menschenwürde, zu Beginn des zweiten „Ratschlags gegen Rechts“, einem Treffen, mit dem der Verein Gleichgesinnte an einen Tisch holen will. Erstmals gab es diesen „Ratschlag“ in Erkrath. 13 Interessierte – davon ein Großteil aus Mettmann –, die sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und rechtsradikale Gewalt engagieren wollen, kamen zusammen und tauschten sich über ihre Erfahrungen mit der AfD, rechtspopulistischen Strömungen und den „alltäglichen Rassismus“ aus.

Initiativen können sich mit eigenen Aktionen beteiligen

Zunächst standen jedoch thematisch passende Termine und Veranstaltungen im Fokus: So erfuhren die Erkrather, dass Mettmann gegen Rechts am 28. August zu einem großen Welcome-Fest einlädt, für das ein ganztägiges Programm mit Musik und einer Zaubershow geplant ist. Interessierte Initiativen können sich mit eigenen Aktionen beteiligen. Das Mettmanner Bündnis für Toleranz und Zivilcourage plant im Juni eine Ausstellung, die Jugendlichen zeigen soll, wie sich Gleichaltrige, die in ein fremdes Land kommen, fühlen. Junge Flüchtlinge werden die Besucher durch die Ausstellung in der Stadtbibliothek führen. Die Erkrather steuerten den Termin des am 2. Juli stattfindenden Internationalen Frühlingsfests des Integrationsrats und einer Figurentheater-Aufführung zur Flüchtlingsproblematik am 1. Juli im Gymnasium Hochdahl bei.

„Schon allein dieser Austausch ist wichtig“, so Steffin-Özlük. Nur selten erfahre man, was in den anderen Städten angeboten wird: „Ohne die Veranstaltung, hätte ich nicht gewusst, was in Erkrath so los.“ Daher strebt der Verein eine kreisweite Vernetzung an. Diese soll gewährleisten, dass man sich schnell austauschen kann, wenn sich in der rechten Szene etwas bewegt.

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