In der ausverkauften Stadthalle gaben Schüler und Profis der Wadokyos Taiko-Akademie ein Benefizkonzert.

Erkrath. Erst nacheinander, dann gemeinsam begeisterten die Trommelschüler aus Wadokyos Taiko-Akademie, die Gruppe Akira Daiko und die Profis von Wadokyo das Erkrather Publikum. Die Benefizkonzerte der Düsseldorfer Trommler sind in Erkrath längst Kult und sorgten für eine ausverkaufte Stadthalle.

Rhythmisch, fast meditativ-hypnotisch, mal leise, dann wieder laut dringen die Trommelschläge erst ins Ohr, schwellen an, erfassen dann den ganzen Körper – und ziehen den Zuhörer unweigerlich in ihren Bann. Synchron heben die Trommler ihre Sticks in die Höhe und lassen sie im Takt auf ihre riesigen Röhrentrommeln schlagen. Fast magisch scheinen sie ihre Leidenschaft und Energie aufs Publikum zu übertragen. Schnell ist man gedanklich in einer ganz anderen Welt, in der nur Beats und Bewegungen zu existieren scheinen.

Auch wenn es ganz schön laut werden kann: Ein japanisches Trommelkonzert ist immer auch Wellness, Abschalten vom Alltag.

In Japan wird Taiko sogar als Form der Therapie eingesetzt

Wer das einmal erlebt hat, wird sich nicht wundern, dass Taiko in Japan sogar als Therapieform eingesetzt wird. „Klangtherapien für Menschen mit Behinderung – wie wir sie hier von Carl Orff kennen – werden dort mit Taiko durchgeführt“, erklärt Timo Kremerius, der als Vorsitzender des Fördervereins der Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe MS-Treff Erkrath seit vielen Jahren die Düsseldorfer Taiko-Gruppe Wadokyo immer wieder als Partner für hallenfüllende Benefizkonzerte gewinnen kann.

Wieder zeigten nacheinander Schüler unterschiedlicher Kurs-Level aus Wadokyos Taiko-Akademie auf der Bühne vor begeistertem Publikum ihre Trommelfortschritte, bevor Akira Daiko – Wadokyos Tochtergruppe – und letztlich die Düsseldorfer Trommelprofis selbst auftraten. Mit Standing Ovations forderten die Zuschauer zwei Zugaben – und bekamen obendrein noch eine Premiere: Alle Musiker – Schüler wie Profis – trommelten zum Abschluss gemeinsam.

Die Erkrather hatten die akustische Qualität des Konzertes offenbar geahnt: Die Stadthalle war restlos ausverkauft. „Wir hätten gut 300 Karten mehr verkaufen können“, sagte Organisator Kremerius. Alle, die diesmal leer ausgegangen sind, können sich aber bereits jetzt den 5. und 6. Dezember 2015 vormerken. Dann wird das Team von Wadokyo mit seinem neuen Programm wieder nach Erkrath kommen. Karten werden ab dem Frühjahr erhältlich sein.

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