Hochdahler Gymnasiasten gehen am Donnerstag bei einem Wettbewerb in Münster an den Start.

Technik
Jacek Sok (hinten) hat die AG-Teilnehmer (v. l.) Kai, Sven, Simon, Dominik, Ernst, Max und Pascale auf den Wettbewerb vorbereitet, der am Donnerstag in Münster stattfindet.

Jacek Sok (hinten) hat die AG-Teilnehmer (v. l.) Kai, Sven, Simon, Dominik, Ernst, Max und Pascale auf den Wettbewerb vorbereitet, der am Donnerstag in Münster stattfindet.

Dirk Thomé

Jacek Sok (hinten) hat die AG-Teilnehmer (v. l.) Kai, Sven, Simon, Dominik, Ernst, Max und Pascale auf den Wettbewerb vorbereitet, der am Donnerstag in Münster stattfindet.

Hochdahl. Kai ist zuversichtlich: „Ich hab’ den Trick jetzt raus. Das wird klappen“, sagt der 14-Jährige und stellt seinen Roboter noch einmal auf den Platz an der Basis. Er ist, genau wie seine acht Mitstreiter, Mitglied der Lego-Roboter-Arbeitsgemeinschaft (AG) des Gymnasiums Hochdahl.

Die Aufgabe, die er mit seinem selbst programmierten Roboter lösen muss, ist kniffelig: Von der Basis aus soll er bis zum Zaun fahren, nach links abbiegen, einen gelben Ball umstoßen, beim knallroten Mähdrescher Körner einsammeln und auf der Rückfahrt zur Basis einen Truck greifen und zum Zielpunkt bringen. Es klappt. Und Kai ist zufrieden.

„Wenn ich auf diesen Pfeil drücke, dann geht das Licht an, wenn ich den anderen Pfeil drücke, hört man die Hupe.“

Pascale, 14-jähriger Roboterbauer

„Das hast du gut gemacht“, lobt ihn sein Lehrer Jacek Sok. Der Mathematik- und Informatiklehrer leitet die AG und hat die Jugendlichen in den vergangenen Tagen auf einen Wettbewerb vorbereitet, der am Donnerstag in Münster stattfindet.

Die jungen Roboterkonstrukteure verzichten sogar auf freie Tage

Sogar über Pfingsten kamen die Schüler freiwillig ins Gymnasium, um die Abläufe zu proben. „Das muss man ausprobieren, das kann man nicht simulieren. Und wenn es in der Praxis nicht klappt, dann muss eventuell das Programm umschrieben werden“, sagt Sok.

Zunächst hatte der Pädagoge mit seinen Schülern an Entwürfen gearbeitet, anschließend wurden Programme geschrieben und die Roboter mit speziellen Legotechnik-Bausteinen gebaut sowie mit verschiedenen Modulen ausgestattet.

Im Klassenzimmer sind Computer und ein Spielfeld aufgebaut

In der Lego-Roboter-AG arbeiten Schüler der fünften, der neunten und ein Schüler der zehnten Klasse zusammen. Für den Wettbewerb, der an acht Standorten ausgetragen wird, ist die Programmiersprache „Robolab“ vorgeschrieben. Sonst arbeiten sie aber auch mit „Java“, einer Programmiersprache, die eigentlich erst in der Oberstufe unterrichtet wird.

Beim Wettbewerb unter der Überschrift „Robot-Game“ müssen die Schüler auf einem Spielfeld komplexe Aufgaben lösen, für die es feste Zeitvorgaben gibt. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Food Factor – Sichere Lebensmittel“. Es dreht sich alles um die Verbesserung der Qualität von Lebensmitteln.

„Ich habe zu Hause auch viel Lego und finde es toll, damit zu arbeiten“, erklärt der 14-jährige Pascale, der zwischen dem Computer und dem Spielfeld, das mitten in der Klasse aufgebaut ist, hin und her saust. Er hat seinen Roboter mit Lichtsensoren ausgestattet. „Wenn ich auf diesen Pfeil drücke, dann geht das Licht an und aus, wenn ich den anderen Pfeil drücke, dann hört man die Hupe“, erklärt er bereitwillig die Technik.

Um Technik geht es auch in der vom nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium initiierten Offensive „Zukunft durch Innovation“, in deren Rahmen auch der zdi-Roboterwettbewerb stattfindet. „Mit anspruchsvollen Aufgaben will man möglichst viele Schülerinnen und Schüler für ein ingenieur- und naturwissenschaftliches Studium interessieren“, erklärt Jacek Sok.

Am Mittwoch bei den letzten Proben vor dem großen Wettbewerb beantwortete der Lehrer noch einmal geduldig die Fragen seiner Schüler und gab wertvolle Tipps: „Aber sie helfen sich auch untereinander, arbeiten meist in Teams und hängen sich voll rein.“

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