Bei den „Kleinen Strolchen“ in Millrath gibt es eine vom Bund finanzierte Teilzeit-Fachkraft für die deutsche Sprache.

Bundestagsabgeordnete Michaela Noll (r.) übergab die Plakette des Bundesprogramms für Sprach-Kitas an Sprachförderin Heike Penk und die stellvertretende Leiterin Diana Wapsas von der Kita „Die kleinen Strolche“ in Millrath-West.
Bundestagsabgeordnete Michaela Noll (r.) übergab die Plakette des Bundesprogramms für Sprach-Kitas an Sprachförderin Heike Penk und die stellvertretende Leiterin Diana Wapsas von der Kita „Die kleinen Strolche“ in Millrath-West.

Bundestagsabgeordnete Michaela Noll (r.) übergab die Plakette des Bundesprogramms für Sprach-Kitas an Sprachförderin Heike Penk und die stellvertretende Leiterin Diana Wapsas von der Kita „Die kleinen Strolche“ in Millrath-West.

Dietrich Janicki

Bundestagsabgeordnete Michaela Noll (r.) übergab die Plakette des Bundesprogramms für Sprach-Kitas an Sprachförderin Heike Penk und die stellvertretende Leiterin Diana Wapsas von der Kita „Die kleinen Strolche“ in Millrath-West.

Erkrath. Zuhören, mitsingen, stampfen, springen und schleichen – das alles gehört zur „Elefantenreise“, einem Kinderlied, mit dem Heike Penk den Kindern in der städtischen Kita „Die kleinen Strolche“ an der Schliemannstraße die deutsche Sprache kindgerecht vermittelt. Ein Elefant, ein Känguru, eine Katze und ein Tausendfüßer wollen gemeinsam nach Erkrath reisen. Den Kindern gefällt die Geschichte und dass sie die Bewegungen der Tiere nachahmen dürfen. „Bewegung und Sprache gehören zusammen“, sagt Penk. Sie weiß, wie sie die Sprachvermittlung in den Kita-Alltag integriert, ohne die Kinder zu überfordern oder zu langweilen. Mit reinem Vorlesen oder Erzählen würde sie die Kinder nicht so erreichen.

„Bewegung und Sprache gehören zusammen.“

Heike Penk, Erzieherin

Die Erzieherin ist seit April als Teilzeit-Fachkraft für Sprachförderung in der Millrather Kita beschäftigt. Durch Fortbildungen wird sie diese Zusatzqualifikation noch weiter ausbauen. Finanziert wird ihre Stelle über das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, ein Programm zur Sprachförderung in Kindergärten mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Der Titel des Förderprogramms belege exakt, worum es geht, so Heike Penk: Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Mit den Kindern zu sprechen, ihnen vorzulesen, gemeinsam zu singen und sich zu bewegen und dabei ihr Vokabular zu erweitern und ihr Sprachverständnis zu fördern – das sind ihre Aufgaben.

Sich als Erzieherin dabei selbst der Sprache bewusst zu werden – und beispielsweise in ganzen Sätzen zu sprechen – gehöre auch dazu, sagt sie, und betont: „Die Sprachförderung hat immer zum Beruf des Erziehers dazu gehört. Mit dem Förderprogramm wird das spezialisiert. Damit hat sich die Politik etwas wirklich Gutes einfallen lassen.“ Mussten die Mitarbeiter diese wichtige Aufgabe bisher „nebenbei“ erledigen, kümmert sich nun eine Fachkraft gezielt um die Sprachförderung. Diese Aussage bestätigen auch Kitas, die schon länger von dem Förderprogramm profitieren, weiß Michaela Noll. Die CDU-Bundestagsabgeordnete hat sich bereits sieben Sprach-Kitas im Kreis angesehen und begrüßt es, dass das 2005 gestartete Förderprogramm vom Bund 2016 neu aufgelegt wurde: „Die gezielte Förderung ist effektiver, als sie auf die Schultern vieler Betreuer zu verteilen.“ Das spare auch etwaige Folgekosten, so Noll: „Die Sprache frühzeitig zu fördern, ist eine sinnvolle Sache. Wenn sie erst in der Schule sind, ist der Aufwand viel größer.“

Im Kreis Mettmann profitieren bereits neun Kindertagesstätten von dem Programm. In Erkrath ist neben der Kita Millrath-West auch die Kita Gretenberg eine geförderte „Sprach-Kita“.

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