Politiker fordern Video-Kontrolle in Echtzeit für Millrath.

Strittig: die Überwachung des S-Bahnhofs Millrath.
Strittig: die Überwachung des S-Bahnhofs Millrath.

Strittig: die Überwachung des S-Bahnhofs Millrath.

Archiv Dirk Thomé

Strittig: die Überwachung des S-Bahnhofs Millrath.

Hochdahl. Die Deutsche Bahn (DB) blockt ab, die Stadt bleibt hartnäckig. „Wir sind nach wie vor in Gesprächen“, sagte Bürgermeister Arno Werner in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA).

Es geht um die Videoüberwachung auf dem S-Bahnhof Millrath in Echtzeit. Von Stadtverwaltung und Politik klar gefordert, winkt die Bahn ab und gibt fehlendes Personal als Begründung dafür an, diese Form der Überwachung nicht leisten zu können.

Keine Dauerüberwachung in der Düsseldorfer Zentrale

Aufzeichnung dessen, was auf dem Bahnsteig, am Aufgang und im Verbindungstunnel passiert – ja. Eine 1:1-Überwachung in der Zentrale in Düsseldorf, wo die Bilder auflaufen – nein. Das sei zu teuer, so die Bahn.

65 000 Euro kostet die Sanierung des Haltepunkts hinter den Stadtwerken. 85 Prozent, also 55 000 Euro, steuert der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bei. Diese Mittel stammen aus einer millionenschweren „Modernisierungsoffensive“ des Landes und der Deutschen Bahn.

In Millrath bedeutet dies unter anderem eine neue Notrufsäule und die Ausstattung mit professionellen Überwachungskameras. Die Frage des Ausschusses, was die tollsten Bilder nützen, wenn sie nicht live verfolgt, „sondern erst ausgewertet werden, wenn das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist“, beantwortete Bürgermeister Arno Werner: „Der Verkehrsverbund hat zwar seine Förderzusage erteilt. Bisher hat der VRR als Geldgeber gegenüber der Bahn aber nichts verlauten lassen, dass die Bilder in Echtzeit angesehen werden.“

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