Ein Motorradclub soll Interesse an dem Café haben.

Erkrath
„Zu verkaufen“ steht auf dem großen roten Banner am Café Schräglage. Die bisherigen Betreiber machen nicht weiter.

„Zu verkaufen“ steht auf dem großen roten Banner am Café Schräglage. Die bisherigen Betreiber machen nicht weiter.

Dietrich Janicki

„Zu verkaufen“ steht auf dem großen roten Banner am Café Schräglage. Die bisherigen Betreiber machen nicht weiter.

Sämtliche Dekorationsschilder und Tafeln, die sonst das in einer der Kurven der Mettmanner Straße liegende Lokal schmückten, sind abmontiert. Stattdessen weist ein wenig einladendes „Betreten verboten!“ den potenziellen Gast zurück. Offensichtlich ist das Café Schräglage zurzeit nicht geöffnet. Das sei richtig, sagt Jörg Hubens, zusammen mit Dr. Anthony Bunker bislang als Eigentümer der Immobilie bekannt.

Zuletzt wurde der Kaufpreis mit 240 000 Euro beziffert

Für viele Motorrad-Fans beginnt das noch junge Jahr also mit einer schlechten Nachricht. Denn pünktlich zum Auftakt der Saison fehlt ihnen eine der liebsten Anlaufstationen, bei sogenannten Suchfahrten durch den Kreis Mettmann oft genutzter Punkt. Vor allem laufen die Spekulationen auf Hochtouren, wer der ominöse Käufer ist, dem Haus und Drumherum nun gehören. Zuletzt wurde der Kaufpreis mit 240 000 Euro beziffert, ein Pächter sollte 1500 Euro monatlich berappen, für Café, Biergarten, Wald und Obstgarten auf 14 800 Quadratmeter sowie Wohnung inklusive.

Dem Vernehmen nach ist es ein „Hochdahler Motorradclub, der das Grundstück erworben hat. Irgendein MC-Irgendwas.“ Angeblich soll aus dem Ex-Café ein Clubheim werden. Vielleicht für die MC Adler zum nahegelegenen Einkehrschwung? „Wir sind es definitiv nicht“, erklärt Oberadler Dieter Decker auf Nachfrage unserer Zeitung. Adlerhorst ist und bleibt für die Erkrather ihr Domizil an der Brechtstraße. „Dafür reicht unsere Clubkasse nicht“, gibt auch Heiko Jensing vom Motorsportclub „Die Neandertaler“ eine eindeutig abschlägige Antwort. Und auch Wolfgang Blasberg, Vorsitzender der Motorrad-Clubgemeinschaft in Hilden winkt ab. „Zu teuer. Das kommt für uns nicht in Frage.“

Elke Dickmans und Andreas Gottschalk, die zuletzt das bei Bikern und Oldtimer-Fans gleichermaßen beliebte Ausflugsziel 2013 geführt hatten, haben offensichtlich aufgegeben. „Die haben bereits Ende November das Handtuch geworfen“, sagt Jörg Hubens. Zuletzt sei Lokal, nur wenig frequentiert gewesen.

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