Am 25. September haben die Sandheider Meisterkonzerte Jubiläum. Was es zu hören gibt, wird noch nicht verraten.

Am 25. September haben die Sandheider Meisterkonzerte Jubiläum. Was es zu hören gibt, wird noch nicht verraten.
Das 64. Sandheider Meisterkonzert in der Heilig-Geist-Kirche gestaltete das Pindakaas-Saxophonquartett, bestehend aus Marcin Langer und Anja Heix. Archiv

Das 64. Sandheider Meisterkonzert in der Heilig-Geist-Kirche gestaltete das Pindakaas-Saxophonquartett, bestehend aus Marcin Langer und Anja Heix. Archiv

Anne Orthen

Das 64. Sandheider Meisterkonzert in der Heilig-Geist-Kirche gestaltete das Pindakaas-Saxophonquartett, bestehend aus Marcin Langer und Anja Heix. Archiv

Erkrath. „Mein Ziel ist es, klassische Musik in hoher Qualität anbieten zu können“, sagt Gabor Antalffy. Das meint der gebürtige Ungar nicht nur theoretisch. Der Musiker und Dirigent veranstaltet jetzt das 175. Sandheider Meisterkonzert. Auf dem Programm in der Heilig-Geist Kirche Hochdahl steht dafür ein Soloauftritt der Pianistin Julia Golkhovaya aus St. Petersburg mit Werken von Schubert, Schumann, Beethoven und Bach.

Mit 79 Jahren spielt Antalffy noch regelmäßig Cembalo

Gabor Antalffy hat in Freiburg Klavier studiert und spielt mit seinen 79 Jahren noch regelmäßig Cembalo. Nach einem Konzertbesuch der russischen Pianistin war er von deren Können „hellauf begeistert“. Dementsprechend freut er sich, sie jetzt für den Soloabend gewonnen zu haben. Laut Antalffy gibt es zwar „kein besonderes Programm anlässlich des Jubiläums“, aber es werde trotzdem ein „bedeutsamer Abend“ werden. Die 175. Ausgabe einer solchen Reihe gestaltet man natürlich nicht irgendwie. Sondern mit Effekt. Wenngleich: Was tatsächlich zu Gehör gebracht wird, ist bislang geheim. Anstatt vom Repertoire zu berichten, erinnert sich der Budapester Antalffy an die bisherigen Meisterkonzerte: Die Künstler kämen nicht wegen der Gage, sondern weil die Kirche interessant gebaut ist. Außerdem sei das Publikum aufgeschlossen und freundlich, findet Antalffy. Die Kirche sei zwar nicht besonders groß, aber da die Leute in einem Halbkreis sitzen, kann jeder der Musik nahe sein und überall gut sehen und hören.

Ebenso fasziniert vom Bau der Kirche sind die Künstler. Allein die „tolle Akustik“ zieht magisch an. So ging es übrigens auch Gabor Antalffy, der sein erstes Konzert dort 1971 gab. Als er 1980 mit seiner Familie nach Erkrath zog, konnte er sich immer noch an den „schönen Klang“ in dem Gebäude erinnern. Und weil ihm das musikalische Angebot in Erkrath zu dünn war, entwickelte er bereits ein Jahr später nach Absprache mit dem damals zuständigen Pfarrer das erste Meisterkonzert. Die Premiere war so bravourös, das Publikum vom Konzert derart begeistert, dass aus dem Ereignis eine Reihe wurde, die Sandheider Meisterkonzerte.

Zu ihnen kommen etwa 150 bis 200 Leute, hauptsächlich aus Hochdahl und überhaupt dem Kreis Mettmann. Wenn die Kirche ausverkauft ist, sind 350 Plätze besetzt. Falls es rappelvoll wird, können aber noch Stühle dazugestellt werden, sagt Antalffy. „Bevor die Tonhalle in Düsseldorf umgebaut wurde, sagten viele Konzertbesucher, die Akustik in der Kirche in Hochdahl sei die beste“, erzählt er stolz. Mit der Zeit habe sich sogar ein Stammpublikum entwickelt. Dazu zählt auch Johannes Hoffmann. Er engagiert sich für die Heilig-Geist-Kirche und ist Mitglied des Freundes- und Förderkreises der Meisterkonzerte. „Ich bin froh, dass ich nicht nach Wuppertal oder Düsseldorf fahren muss, um eine musikalische Qualität in einer tollen Atmosphäre genießen zu können.“

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