Die Modernisierung des S-Bahnhofs Hochdahl birgt weiterhin Diskussionsstoff.

Hochdahl. Groß war das Entsetzen Anfang Dezember 2010, als die Modernisierungspläne der Bahn für den Hochdahler S-Bahn-Haltepunkt vorgestellt worden sind. Denn in den Plänen der Bahn, die immerhin 1,9 Millionen Euro investieren will, fehlten aus Sicht der Politiker entscheidende Verbesserungen: Notrufsäulen, Videoüberwachung, Fahrgast-Informationssystem, Verlängerung der Bahnsteigüberdachung und ein barrierefreier Zugang von beiden Seiten.

„Die Ausweitung des Tunnels ist für die Bahn kein Thema.“

Udo Kampschulte, Bahnsprecher

Völlig aus der Fassung geraten ließ die Mitglieder im Planungsausschuss die Tatsache, dass eine Erweiterung der uralten, engen und dunklen Personenunterführung in keinster Weise berücksichtigt wurde. Sie lehnten die Planungen (eine Gegenstimme, eine Enthaltung) komplett ab.

Und nach dem aktuellen Stand der Dinge wird dies auch in Zukunft nicht der Fall sein, abgesehen von einem frischen Anstrich und einer neuen Beleuchtung der Unterführung. „Die Realisierung der Ausweitung des Tunnels ist für die Bahn kein Thema“, sagte gestern Bahnsprecher Udo Kampschulte auf WZ-Nachfrage. „Für dieses Bauwerk ist nicht die Bahn, sondern die Stadt zuständig, weil es sich dabei um eine Stadtteilverbindung handele.“

Am Montag haben sich Vertreter der Deutschen Bahn und der Stadtverwaltung zusammengesetzt und die Modernisierung sowie die Wünsche der Politiker besprochen. Nach dem Austausch von Argumenten hat sich die Bahn laut Kampschulte bereit erklärt, zu prüfen, was von den Forderungen und Anregungen tatsächlich realisiert werden kann. Kampschulte: „Unsere Ergebnisse werden wir der Stadt Ende des Monats mitteilen, und die trägt diese dann in die Ausschüsse und den Stadtrat.“

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