Als Leiter der Straßenverkehrsbehörde hat sich Reinhard Diete verabschiedet. Sein Interesse am aktuellen Geschehen ist geblieben.

So lässt es sich leben: Reinhard Diete mit Zeit und einer Ausgabe der WZ, deren Abonnent er ist.
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Dirk Thomé

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Erkrath. Der Ausbau der Ost-West-S-Bahn, die Entstehung von Hochdahl und der Alt-Erkrather Fußgängerzone, die Realisierung der „unendlichen“ L 403 n und zu guter Letzt noch der Startschuss für das Subzentrum Sandheide:

Wenn Diplom-Ingenieur Reinhard Diete (63) auf die vergangenen 40 Jahre und damit seine Zeit in der Erkrather Stadtverwaltung zurückblickt, „kommt da schon einiges zusammen“. Am 31. Januar hatte der Leiter der Straßenverkehrsbehörde seinen letzten Arbeitstag.

„Mich beherrscht das Hochgefühl eines Dauerurlaubs.“

Reinhard Diete

Natürlich sei beim Abschied auch ein bisschen Wehmut dabei gewesen – schließlich gebe man vier Jahrzehnte nicht an der Garderobe ab. „Allerdings bin ich eher mit einem Lächeln als einem Weinen gegangen“, sagt der 63-Jährige. „Denn die Freiheit, ab sofort nur noch tun und lassen zu können, was mir passt, gefällt mir schon jetzt. Momentan beherrscht mich das Hochgefühl eines Dauerurlaubs.“

Das Gros seiner Zeit bei der Stadt verbrachte der gebürtige Düsseldorfer im Planungsamt. 34 Jahre, um exakt zu sein. „Ich bin über meinen Uni-Professor an den Posten gekommen“, erinnert sich Reinhard Diete, als er 1971 gerade Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Verkehrsplanung in Wuppertal studierte.

„Er hatte gutachterlich mit dem Aufbau von Hochdahl zu tun und erzählte mir von einer freien Stelle in der Amtsverwaltung Gruiten. Das war noch vor der Gemeindereform, und in meinen Beritt fielen neben Gruiten noch Hochdahl und Schöller.“ Nach der Neugliederung 1975 entschied sich Diete dann für Hochdahl beziehungsweise Erkrath.

Kopfschütteln über Forderungen der Politik

Ein Entschluss, den er zwar nie bereut hat, der ihm im Nachhinein aber einige graue Haare eingebracht hat – zuletzt sechs Jahre lang als stellvertretender Leiter des Tiefbauamts. „Was die Politik für den Hochdahler Bahnhof fordert, ist völlig aus der Luft gegriffen“, sagt Diete kopfschüttelnd. „Die Bahn verwirklicht jetzt das, was immer geplant war – einschließlich der südlichen Rampe. Und obendrein mit dem Vorteil, dass sie die Kosten übernimmt.“

Wenn Diete das sagt, ist ihm anzumerken, dass er mit seinem Job noch nicht abgeschlossen hat. „Dafür ist alles noch viel zu frisch“, gibt er zu. „Aber ich werde mich hüten, mich in die Belange des Rathauses einzumischen – ich bin jetzt Beobachter.“ Sein Nachfolger Ralf Kentgens darf beim ihm aber Rat erbitten.

Diete will sich nun den angenehmen Seiten widmen. „So werden meine Frau Gabriele und ich im April zum ersten Mal Großeltern.“ Reisen und Fahrradtouren mit seiner Ehefrau und der heimische Garten stehen ebenfalls ganz oben auf der Liste.

Freude über den Baubeginn in der Sandheide

Was ihn zum Abschluss seiner beruflichen Laufbahn besonders gefreut hat, sind der Startschuss fürs Subzentrum Sandheide und die Fast-Fertigstellung der Landstraße 403 n. „Diese Verkehrsanbindung beschäftigt mich, seitdem ich dabei bin“, sagt der 63-Jährige. „Noch schöner wäre es natürlich gewesen, wenn ich ihre Freigabe noch im Dienst erlebt hätte.“

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