21 Reihenhäuser und 37 Stellplätze will ein Bauträger an der Hauptstraße entstehen lassen. Der Eigentümer muss jetzt nur noch sein Gelände verkaufen.

Die kleinen Häuser an der Hauptstraße werden moderner Wohnbebauung weichen.
Die kleinen Häuser an der Hauptstraße werden moderner Wohnbebauung weichen.

Die kleinen Häuser an der Hauptstraße werden moderner Wohnbebauung weichen.

Dirk Thomè

Die kleinen Häuser an der Hauptstraße werden moderner Wohnbebauung weichen.

Hochdahl. Die Tage der kleinen Häuser zwischen Hauptstraße und Bahngleisen sind gezählt. Der jetzige Eigentümer des ehemaligen Bahngeländes in unmittelbarer Nähe zum Hochdahler S-Bahnhaltepunkt will das Gelände verkaufen, damit dort Wohnbebauung entstehen kann. Die ehemalige Werkstatt der Bahn und der zurzeit noch bewohnte Teil der Häuser müssen dann abgerissen werden. „Obwohl die Gebäude liebevoll gestaltet sind, ist die bauliche Substanz der Häuser fragwürdig“, sagte Joachim Siepmann von der „Deutschen Reihenhaus“ mit Sitz in Köln.

Jede Wohnanlage bekommt ein eigenes Blockheizkraftwerk

Sein Unternehmen will das Gelände kaufen und bebauen. Die Pläne für die Bebauung mit Einfamilienhäusern und – je nach politischer Entscheidung – einem Mehrfamilienhaus werden in der kommenden Woche in einer Bürgerversammlung vorgestellt (siehe Infokasten).

Ausgearbeitet sind bereits drei Varianten, die Mehrheit der Politiker im Fachausschuss favorisierte folgende Variante: 21 Häuser, 37 Garagen und Stellplätze. Eine einheitliche Gestaltung der Außenanlagen, Trennwände, Fassaden und der Gartenhäuser (als Kellerersatz) sei vorgesehen.

Vier Gebäudekörper sollen entstehen, die zentral über die Hauptstraße erschlossen werden. Vor dem Lärm der Bahn soll eine vier Meter hohe Wand schützen. Auch eine Abschottung zum P&R-Parkplatz ist vorgesehen.

„Wir bauen kostengünstig“, versicherte Joachim Siepmann. Industrielle Massenfertigung mit einer geringen Fehlerquote in der Produktion mache das möglich. Auch verfolge das Unternehmen ein Energiekonzept, das vorsieht, dass auf einen Quadratmeter Versiegelung ein Quadratmeter Wald oder Spielfläche kommt. Ferner werde jede neue Wohnanlage mit einem eignen Blockheizkraftwerk und einem Hausmeister ausgestattet.

Planungsamt: „Das ist kein Riesenprojekt“

Mit dem Stadtentwicklungskonzept Erkrath sollen Konzepte und Lösungen für die künftige Entwicklung der Stadt in den kommenden 15 bis 20 Jahren erarbeitet und nachhaltig vorangetrieben werden.</p><p><span class="Fettschrift"></span></p><p><span class="Fettschrift">Informationen</span> </p><p>www.zukunft-erkrath.de</p>

 Inzwischen wurden 110 Projekte entwickelt, die die Stadt in den kommenden Monaten und Jahren realisieren kann – wenn sie das Geld dafür hat.

Weitere, ausführliche Informationen zum Stadtentwicklungskonzept gibt es im Internet. Siehe Website-Hinweis an diesem Artikel.

Während die BmU den Bau der kleinen Siedlung so lange zurückstellen möchte, bis im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes eine Aussage zur Gestaltung dieses Bereichs getroffen wird, sahen weder Planungsamtsleiter Alexander Weis („Ich glaube nicht, dass das Stadtentwicklungskonzept noch genauere Angaben machen wird“) noch CDU, SPD, Grüne und Wolfgang Sternberg als Vertreter der Naturschutzverbände die Notwendigkeit der Zurückstellung.

„Ich sehe keinen Zusammenhang zum Stadtentwicklungskonzept. Das ist kein Riesenprojekt. Hier sollen 20 Häuser und zehn Wohnungen entstehen“, sagte Peter Knitsch (Grüne).

Denn seine Fraktion hegt auch Sympathien für die Variante, die neben dem Bau von Reihenhäusern ein dreigeschossiges Wohnhaus mit Giebeldach vorschlägt. „Das wäre eine gute Möglichkeit, einen kleinen Teil der Fläche für sozialen Wohnungsbau zu nutzen.“

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