Dreharbeiten: Eine Hochzeitsplanerin aus Hochdahl hat bei einer Kochshow des Senders Vox gewonnen.

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Jan Sokolowsky, Alice Lambert, Uwe Niemer (v.l.) und Ulla Blocksiepen (r.) haben mit Mandy Pomplun-Mesters (2.v.r.) um den Sieg bei „Das perfekte Dinner“ gekämpft.

Jan Sokolowsky, Alice Lambert, Uwe Niemer (v.l.) und Ulla Blocksiepen (r.) haben mit Mandy Pomplun-Mesters (2.v.r.) um den Sieg bei „Das perfekte Dinner“ gekämpft.

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Jan Sokolowsky, Alice Lambert, Uwe Niemer (v.l.) und Ulla Blocksiepen (r.) haben mit Mandy Pomplun-Mesters (2.v.r.) um den Sieg bei „Das perfekte Dinner“ gekämpft.

Hochdahl. "Das war schon mächtig aufregend", sagt Mandy Pomplun-Mesters (36). "Schließlich habe ich nicht jeden Tag wildfremde Leute und als Bonbon ein Fernsehteam bei mir zu Gast." Umso mehr fiebert die 36-jährige Hochdahlerin dem kommenden Montag entgegen. Denn an Allerheiligen um 19 Uhr wird das Ganze auf Vox zu sehen sein - mit ihr als Gastgeberin und obendrein als Siegerin des "perfekten Dinners".

"Das ist in Aktionismus ausgeartet."

Mandy Pomplun-Mesters, Teilnehmerin bei "Das perfekte Dinner"

Mandy Pomplun-Mesters, im Hauptberuf Hochzeitsplanerin, ist leidenschaftliche Köchin. Und als solche die richtige Kandidatin für "Das perfekte Dinner", mit dem der Privatsender seit Jahren Traumquoten einfährt. Das dachte sich wohl auch ihre Schwiegermutter - und meldete die Hochdahlerin kurzerhand an. Ein paar Wochen später fand dann das Casting statt, aber ohne Mandy Pomplun-Mesters. "Ich hatte kalte Füße bekommen", gesteht die 36-Jährige.

Pomplun-Mesters sollte kurzfristig als Ersatz einspringen

Das änderte sich schlagartig am 1.September 2010. "Gegen 17Uhr klingelte das Telefon. Am anderen Ende der Leitung war die Vox-Redaktion", erinnert sich die Hochzeitsplanerin. "Sie hatten mich in ihrer Kartei gefunden. Und ob ich kurzfristig als Ersatz für einen abgesprungenen Kandidaten einspringen könnte? Ich hätte fünf Minuten Zeit, darüber nachzudenken." Ehe sich die 36-Jährige versah, hatte sie zugesagt. Gerade mal fünf Tage später sollte das "perfekte Dinner" stattfinden - daheim bei Mandy Pomplun-Mesters, mit vier weiteren Kandidaten, die sie bekochen muss, und einem zehnköpfigen Kamerateam, das von den Vorbereitungen bis zum Aperitif alles festhält.

Das Hauptgericht der Siegerin: Kalbstafelspitz mit Steinpilzpesto

"Das ist in Aktionismus ausgeartet", kommentiert Mandy Pomplun-Mesters die Tage danach. "Schließlich ging es nicht nur um das Drei-Gänge-Menü mit Kalbstafelspitz mit Steinpilzpesto als Hauptgericht. Um möglichst erfolgreich abzuschneiden, musste das Ganze stilecht in einem entsprechenden Ambiente serviert werden - mit Deko und Edel-Service."

Tatkräftige Unterstützung erhielt die 36-Jährige von ihrer Familie und aus der Hochdahler Geschäftswelt: "Christoph Windges vom Edeka-Center ging mit uns einkaufen, stand uns beratend zur Seite und organisierte das Probekochen. Sabine Keller von ,Floristik mit Flair’ sorgte für Blumenschmuck und Dekoration, und Ingo Hopmann von ,Hopmann’s Olive’ steuerte Aperitifs und Digestifs bei."

Seit 2003 arbeitet Mandy Pomplun-Mesters als Hochzeitsplanerin. Rund 660 Paare hat sie bisher betreut.

Vor vier Jahren wandelte Mandy Pomplun-Mesters ihren Hochzeitsservice in ein Franchise-Unternehmen um. Mittlerweile arbeiten bundesweit 14 weitere Hochzeitsplanerinnen nach ihrem Modell.

Mandy Pomplun-Mesters ist 36 Jahre alt, gebürtige Berlinerin, verheiratet und hat einen achtjährigen Sohn. Von Haus aus ist sie gelernte Büro- und Restaurantfachfrau. "Schon damals lag mir das Organisieren. Und ich merkte, welchen Spaß mir das Arbeiten mit Menschen macht", sagt sie. "Als ich mir die Frage stellte, wie ich diese Gabe am besten einsetzen kann, bin ich irgendwann bei dem gelandet, was ich heute mache."

Noch dankbarer war Pomplun-Mertes für die Hilfe, als sie am Tag vor dem Dreh plötzlich zu einer Not-OP ins Krankenhaus musste. "Ich habe mich montags um 6.30 Uhr selbst entlassen, und um 7.30 Uhr stand das Fernsehteam vor der Tür." Von da an ging es Schlag auf Schlag. "Die Dreharbeiten dauerte bis morgens um 3 Uhr", erzählt die 36-Jährige. "Ob nun das Eindecken des Tisches, das Servieren des Menüs oder das Genießen der Desserts - alles fand unter Scheinwerferlicht statt."

Unterm Strich zahlten sich die Strapazen aus: Ihre vier Gäste vergaben an Mandy Pomplun-Mesters 32 von 40 möglichen Punkten. "Damit hatte ich nicht gerechnet", gesteht sie. "Das Unglaublichste aber war, dass ich am Ende sogar Gesamtsiegerin wurde."

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