Neujahrsempfang der Chöre im Lokschuppen.

Der Männergesangverein lauscht beim Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre der Solistin Anett Fritsch.
Der Männergesangverein lauscht beim Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre der Solistin Anett Fritsch.

Der Männergesangverein lauscht beim Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre der Solistin Anett Fritsch.

D. Janicki

Der Männergesangverein lauscht beim Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre der Solistin Anett Fritsch.

Erkrath. Der traditionelle Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre am Sonntag im Lokschuppen war auch in diesem Jahr wieder ein Anlass für Sänger, Sponsoren und Freunde der Chöre, um gemeinsam zu feiern und auf das Erreichte im vergangenen Jahr zurückzublicken.

Stoff dazu gab es reichlich, denn sowohl der Frauen- als auch der Männerchor engagieren sich für Kinder in Not und für das Projekt „Singpause“, das Grundschulkindern eine musikalische Grundausbildung ermöglicht. Hierzu besuchen ausgebildete Sängerinnen und Sänger die Schulen und führen die Kinder an die Musik heran.

Ehrungen für jahrzehntelange Mitgliedschaft

Neben der Arbeit der Chöre wurden aber auch die Leistungen von Einzelpersonen besonders herausgestellt. Die Chöre ehrten Mitglieder, die dem Chor über eine Zeitspanne von 25, 40 oder sogar 50 Jahren hinweg verbunden geblieben sind. Auch wenn einige Mitglieder inzwischen nicht mehr in Erkrath leben, nehmen sie regelmäßig die Anfahrt in Kauf, um an den Chorproben teilnehmen zu können.

Drei Jubilare feiern in diesem Jahr sogar eine 60-jährige Verbundenheit mit ihrem Chor: Detmar von Foerster, Herbert Frischen und Edda Frinke. Alle drei haben es gemeinsam, dass sie durch ihre Familie schon früh an das Singen und die Chorarbeit herangeführt wurden und auf diese Weise seit ihrer Jugend mit den Chören verbunden sind.

„Viele Chöre haben mit der Beständigkeit zu kämpfen“, sagte Gudrun Windmann, Vorsitzende des Frauenchors. Darüber könne man in Hochdahl nicht klagen, denn hier bleiben viele Mitglieder den Chören jahrzehntelang treu. Dem fortwährenden Engagement der Mitglieder ist es zu verdanken, dass die Hochdahler Chöre nicht nur in Erkrath immer gut besuchte Liederabende und Konzerte verzeichnen können, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind und schon mit einigen berühmten Sängerinnen und Sängern zusammengearbeitet haben.

Auch am Sonntag gab es wieder einen prominenten Gast: Sopranistin Anett Fritsch sang Arien aus „Figaros Hochzeit“ und „La Bohème“. Sie gehört seit 2009 dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein an, ist aber auch oft an internationalen Produktionen beteiligt. Der Vorsitzende des Männerchors Von Foerster freut sich, wenn zu Jahresbeginn alle Freunde der Chöre zusammenkommen. „Wir sind wie eine große Familie, die zusammen feiert.“

Auch ihr Chorleiter Thomas Gabrisch gehört mittlerweile zu dieser Familie. Der Professor an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf ist bei den Chormitgliedern beliebt, was auch an seiner Arbeitsweise liegt. „Ich habe immer Abstand von Kollegen genommen, die Ergebnisse mit Druck und Häme erzielen wollen“, erzählte er. „Geduld zahlt sich letztlich aus.“

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