Die Winterpause nutzten die Betreiber der Badelandschaft für einen neuen Anstrich. Gelbtöne wirken heller und freundlicher.

Die Winterpause nutzten die Betreiber der Badelandschaft für einen neuen Anstrich. Gelbtöne wirken heller und freundlicher.
Der Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken (l.) und der Leiter des Neanderbads Till Eckers sind vom neuen Design im Schwimmbad begeistert.

Der Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken (l.) und der Leiter des Neanderbads Till Eckers sind vom neuen Design im Schwimmbad begeistert.

Achim Blazy

Der Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken (l.) und der Leiter des Neanderbads Till Eckers sind vom neuen Design im Schwimmbad begeistert.

Erkrath. Statt „Ochsenblut“ nun „Curry“ und „Safran“: „Das Bad ist noch schöner geworden“, zeigt sich Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken von der neuen Optik des von den Stadtwerken betriebenen Neanderbades an der Hochdahler Straße begeistert. Vom 11. Dezember bis 1. Januar – und damit etwas länger als gewöhnlich – war das Schwimmbad geschlossen. Und neben den üblichen Reinigungs-, Wartungs- und Umbauarbeiten lag der Schwerpunkt der diesjährigen Revision auf der farblichen Neugestaltung des Bades.

Eine Farbtherapeutin sprach vorher mit Gästen und Personal

Auf der Suche nach einer Expertin dafür war der Leiter des Schwimmbades, Till Eckers, auf die Farbtherapeutin Marion Timphus aus Forchheim gestoßen. „Der Wohlfühlgedanke stand bei der Auswahl im Vordergrund“, erzählt Eckers begeistert von der Erstellung des Farbkonzeptes. Marion Timphus habe im Vorfeld nicht nur Fotos vom Bad gemacht, sondern auch mit Badegästen und dem Personal gesprochen, um herauszufinden, mit welchen Menschen sie es zu tun hat und was ihre Wünsche und Vorstellungen sind.

„Nicht mit einem Bildprogramm, sondern mit der Hand hat sie dann Entwürfe gezeichnet und uns vorgestellt“, betont Gregor Jeken. Man habe sich so sehr gut vorstellen können, welche Farbtöne harmonisieren. Die Arbeit mit der Expertin habe auch seinen persönlichen Horizont erweitert. „Die bei uns vorherrschenden Rot- und Blautöne seien etwas für die Feuerwehr, nicht für ein Schwimmbad“, erinnert er sich an die Aussage von Marion Timphus. Außerdem passe der bisher verwendete Rotton „Ochsenblut“ nicht zum Blau der Stahlträger an der Decke. Man habe sich dann darauf geeinigt, als Wandfarbe vor allem helle, freundliche Curry- und Safrantöne zu verwenden, die besonders strahlen, wenn sie beleuchtet werden. In einzelnen Bereichen gibt es auch Weißtöne. „Das Feedback der Badegäste ist bisher positiv“, freut sich Gregor Jeken.

Am liebsten hätte die Farbexpertin auch das dunkle Blau der Stahlträger an der Schwimmbaddecke in Weiß- oder Silbertönen gestrichen. „Sie sagte, die Farben wirken erdrückend“, so Till Eckers. Aber das habe sich noch nicht in diesem Jahr verwirklichen lassen. Insgesamt, berichtet der Stadtwerke-Geschäftsführer, haben die Anstricharbeiten, die von der Düsseldorfer Firma „Farbenwerk“ durchgeführt wurden und auch die Neulackierung der Rutsche einschließen, 35 000 Euro gekostet. Die Arbeiten an der Außenfassade mussten wegen der Witterung verschoben werden.

„Eine gute Investition“, meint Jeken. Denn obwohl die Gästezahlen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind und 2017 bei 310 000 Besuchern lagen, wolle man nicht stagnieren. „Die Konkurrenz schläft nicht“, weiß auch Till Eckers. Mit verschiedenen Angeboten und Aktionen bietet das Team mit dem Bad, das jetzt im zwölften Jahr läuft, Soloschwimmern und Familien ein attraktives Freizeitangebot. „Unsere Mitarbeiter haben vor allem an der Neugestaltung der Umkleiden mitgewirkt“, berichtet Till Eckers. „Vor dem Austausch der Deckenelemente haben sie unzählige Mülltüten mit Dreck befüllt.“

Auch eine neue LED-Beleuchtung wurde in den Umkleiden eingebaut, denn nach wie vor wird Wert auf einen umweltfreundlichen Bäderbetrieb gelegt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer