Sozialarbeiterin Kartharina Schwermann kümmert sich ab sofort um 100 heimatlose Menschen.

Neanderdiakonie
Das Übergangsheim an der Hochdahler Straße.

Das Übergangsheim an der Hochdahler Straße.

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Das Übergangsheim an der Hochdahler Straße.

Erkrath. Erste Kontakte hat Katharina Schwermann bereits geknüpft. „In der vergangenen Woche habe ich bereits drei der städtischen Unterkünfte besucht. Ich werde mich jetzt nach und nach vorstellen“, sagt die 28 Jahre alte Sozialarbeiterin der Neanderdiakonie, die seit dem 1. Januar die etwa 100 in Erkrath lebenden Flüchtlinge und Asylbewerber betreut.

Vor zuletzt zehn Jahren hat die Stadt eine hauptamtliche Stelle für Menschen, die nach Deutschland kommen, finanziert, dann übernahmen ehrenamtliche Frauen und Männer diese Aufgabe. Weil aber immer mehr

Menschen vor Hunger und Verfolgung flüchten, erhalten die Ehrenamtler seit dem 1. Januar Unterstützung von Katharina Schwermann.

Ohne Ehrenamtler geht auch in Zukunft nichts

„Aber ohne die Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern wird es auch in Zukunft nicht gehen“, sagt Beate Grass, Regionalleiterin der Neanderdiakonie. „Wir suchen Frauen und Männer, die den Flüchtlingen mit Liebe und Respekt begegnen und offen sind, für neue Kulturen.“ Schließlich sollen die Flüchtlinge nicht nur psychologische Hilfe bekommen, sondern auch von netten Menschen begleitet werden.

Schwermann will Bewohner der Wohnheime kennenlernen

In den kommenden Wochen und Monaten will sich Katharina Schwermann mit den Kollegen im Sozialamt und den Hausmeistern der städtischen Unterkünfte zusammensetzen. „Ich bin noch auf viel Unterstützung angewiesen“, sagt sie. Vor allem deshalb, weil es keine ausführlichen Informationen über die Menschen gibt, die in den städtischen Häusern und Wohnungen untergekommen sind. Auch die will Schwermann sie auch in den wöchentlichen Sprechstunden, die sie künftig anbietet, besser kennenlernen.

Unterstützung haben auch die Kirchengemeinden in Hochdahl signalisiert. Deren Jugendliche wollen je einen Raum im „weißen Haus“ an der Gruitener Straße und im Thekhaus renovieren und mit Spielmaterial ausstatten. Beate Grass: „Dort können dann die Sprechstunden stattfinden, sich aber auch Kindergruppen treffen.“

» Wer sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren will, meldet sich bei Beate Grass, Telefon 0211/28070345.

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