Die Polizei zählte im Jahr 2015 in Erkrath mehr Unfälle und mehr Einbrüche.

Die Polizei zählte im Jahr 2015 in Erkrath mehr Unfälle und mehr Einbrüche.
Insgesamt krachte es im vergangenen Jahr 261 Mal auf Erkraths Straßen.

Insgesamt krachte es im vergangenen Jahr 261 Mal auf Erkraths Straßen.

Feuerwehr Erkrath

Insgesamt krachte es im vergangenen Jahr 261 Mal auf Erkraths Straßen.

Erkrath. Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat ihren Jahresbericht 2015 vorgelegt. Daraus geht hervor, dass die Anzahl der Unfälle stieg und auch mehr eingebrochen wurde. Im Vergleich zum Kreisdurchschnitt werden in Erkrath jedoch immer noch wenig Straftaten begangen.

Die Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ) in Erkrath lag 2015 bei 6190. Sie gibt an, wie viele Straftaten pro 100 000 Einwohner verübt wurden. Sie liegt 8,98 Prozent unter der KHZ des gesamten Kreises (6801). Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 3,4 Prozentpunkte gestiegen.

Die Kreispolizeibehörde Mettmann weist darauf hin, dass aufgrund einer technischen Umstellung bei der Datenerfassung und -auswertung die Zahlen nur bedingt mit denen des Vorjahres vergleichbar sind.

Knapp 50 Prozent mehr Einbrüche als im Jahr 2014

Insgesamt 2705 Straftaten wurden 2015 der Polizei in Erkrath gemeldet. Das sind 3,6 Prozent mehr als im Jahr 2014, in dem es nur 2612 erfasste Fälle gab. Die Aufklärungsquote liegt um vier Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr bei 49,8 Prozent.

Zu 173 Wohnungseinbrüchen kam es 2015 in Erkrath, 46,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor (118). Allerdings nahm dafür die Aufklärungsquote um 4,1 Prozent zu und es konnten 20,2 Prozent der Einbrüche aufgeklärt werden. Damit hat Erkrath hinter Wülfrath und Velbert eine der höchsten Aufklärungsquoten in der Region.

114 Fälle von Gewaltkriminalität registrierte die Erkrather Polizei 2015. 2014 waren es nur 97 gewesen, 17,5 Prozent weniger. Die Aufklärungsquote legte um 1,6 Prozentpunkte zu und steht jetzt im Kreisdurchschnitt mit 85,1 Prozent sehr gut da.

Es gab 800 Fälle von Straßenkriminalität im Jahr 2015, 14,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur 136 davon konnten aufgeklärt werden, somit liegt die Aufklärungsquote bei 17 Prozent. Im Vergleich zu 2014 sank sie um 2,1 Prozentpunkte.

2015 kam es zu 208 Unfällen mit Unfallfluchten, von denen 54 Prozent aufgeklärt werden konnten. Außerdem gab es 88 Unfälle mit Personenschaden, wobei 12 Personen schwer und 102 leicht verletzt wurden. Niemand starb bei einem Unfall. Die Verunglücktenhäufigkeitszahl lag somit bei 261, 16,5 Prozent höher als im Vorjahr. Sie liegt weit unter der des gesamten Kreises, die 346 beträgt.

Erkrath liegt bei Autodiebstählen auf Platz zwei im Kreis Mettmann

26 Autos konnten Diebe 2015 in Erkrath stehlen, 2014 waren es nur 16. Damit liegt die Stadt im gesamten Kreis auf Platz zwei der meisten Auto-Diebstähle. Bloß Ratingen scheint noch ein noch beliebteres Pflaster für Auto-Diebe zu sein: Dort wurden 72 Autos entwendet.

Einen der umfangreichsten Einsätze verzeichnete die Polizei am 5. Mai 2015. An diesem Tag wurde im Stadtteil Unterfeldhaus bei Geländeuntersuchungen eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe gefunden. Für die Entschärfung mussten rund 1000 Bewohner im Umkreis von 300 Metern für fast sieben Stunden ihre Häuser verlassen. Die Bombe konnte erfolgreich entschärft werden.

Für einen der bewegendsten Momente auf der Erkrather Wache sorgte allerdings keine Straftat sondern ein gefiedertes Waisenkind. Ein Nilgansküken hatte sich im August einen Polizeibeamten als „Ersatzvater“ ausgesucht. Nach dem Verlust seiner Eltern folgte das Küken dem Beamten auf Schritt und Tritt. Nach einigen Tagen wurde es dann in einen nahegelegenen Tierpark gebracht, wo es seitdem wohnt. Die Daten im Detail gibt es im Internet.

www.polizei.nrw.de/mettmann

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