Ab dem Sommer wird die Bahnstraße mehrere Wochen lang saniert. Für die Beleuchtung gibt es zwei mögliche Varianten.

Die Stadt hat im Bereich der Bahnstraße verschiedene Musterlaternen aufstellen lassen, damit sich die Bürger ein Bild machen können.
Die Stadt hat im Bereich der Bahnstraße verschiedene Musterlaternen aufstellen lassen, damit sich die Bürger ein Bild machen können.

Die Stadt hat im Bereich der Bahnstraße verschiedene Musterlaternen aufstellen lassen, damit sich die Bürger ein Bild machen können.

D. Thome

Die Stadt hat im Bereich der Bahnstraße verschiedene Musterlaternen aufstellen lassen, damit sich die Bürger ein Bild machen können.

Erkrath. Einige erstaunte Blicke hat am Donnerstagabend eine Gruppe von Menschen geerntet, die in der Nähe der Kreissparkasse an der Bahnstraße in die Luft starrte. „Fliegt da etwas?“, fragte ein Passant. Nein, tat es nicht. Objekt des Interesses waren die beiden futuristischen Musterlaternen, die dort seit einiger Zeit stehen.

Anlass des abendlichen Spaziergangs war die kurz zuvor im Sitzungssaal des Rathauses abgehaltene Vorstellung der Baumaßnahme „Sanierung der Bahnstraße insbesondere der Natursteinbänder“ durch Vertreter des Erkrather Tiefbauamtes. Vor Ort wollten sich die Teilnehmer im Anschluss die Laternenvarianten anschauen. Die Meinungen reichten dabei von „sehr schön“ bis hin zu „nicht mein Geschmack“.

„Meine Sommerterrasse brauche ich dann wohl gar nicht erst aufzubauen. Wer will schon bei Baulärm und Schmutz draußen sitzen?“

Axel Brockmann, Betreiber der Postwirtschaft

Die neuen Straßenlaternen sind bei diesem Vorhaben allerdings noch die am wenigsten problematischen Neuerungen. Um einiges schwerer wiegen da schon die anderen Pläne der Stadtverwaltung. Sowohl die Natursteinbänder als auch die Baumscheiben sollen erneuert und ausgeweitet werden.

Zwischen Schlüter- und Bavierstraße ist der Zustand besonders schlecht

„Der Ist-Zustand ist speziell im älteren Bereich von der Schlüter- bis zur Bavierstraße schlecht. Dort kann man die Steine in vielen Fällen einfach so ’rausnehmen“, sagte Ralf Kentgens vom Tiefbauamt. Von der Bavierstraße bis zur Kreuzstraße sei die Situation weitaus besser, dementsprechend sind dort keine umfangreichen Arbeiten angedacht.

Geschäftsleute fürchten Einnahmeausfälle

Kentgens kündigte zwar an, dass die Stadt alles dafür tun werde, die Unannehmlichkeiten auf ein Mindestmaß zu reduzieren, dennoch sind vor allem die ansässigen Geschäftsleute besorgt. Axel Brockmann, Betreiber der Postwirtschaft, ist vor allem der Zeitplan ein Dorn im Auge.

80 bis 100 Arbeitstage hat die Stadtverwaltung für die Baumaßnahmen veranschlagt, die Kosten werden mit etwa 250 000 Euro kalkuliert.

 

Am Dienstag, 15. Januar, werden die Pläne ab 17 Uhr im Ausschuss für Planung, Verkehr und Umwelt diskutiert. Die Baumaßnahmen sollen öffentlich ausgeschrieben werden und in den Sommermonaten starten. Ziel ist es, vor dem Weihnachtsgeschäft fertig zu werden. Baubeginn ist im Westen an der Kreissparkasse. Von dort aus soll die Baustelle Schritt für Schritt in Richtung Osten „wandern“.

Da die Hochphase des Umbaus für den kommenden Sommer geplant ist, sorgt er sich um seine fehlenden Einnahmen: „Meine Sommerterrasse brauche ich dann wohl gar nicht erst aufzubauen. Wer will schon bei Baulärm und Schmutz draußen sitzen?“

Auch die Ausweitung der Baumscheiben um 50 Zentimeter in Fahrtrichtung, die unter anderem aufgrund der Größe der Bäume notwendig wird, sorgt für wenig Begeisterung. Ein Besucher der Informationsveranstaltung meinte, dass damit Unfälle vorprogrammiert seien.

Schon heute hat der Lieferverkehr nur wenig Platz

Die Platzsituation sorgte denn auch für die größte Sorge unter den Betroffenen. Schon heute habe der Lieferverkehr einige Probleme mit dem zur Verfügung stehenden Raum. Bei allen nachvollziehbaren Problemen will Marianne Koch von der CDU allerdings noch etwas Gutes aus der Situation ziehen.

Ihr Plan, die Bahnstraße durch Beleuchtung der historischen Fassaden und Bäume sowie der Ansiedlung von Skulpturen bekannter Erkrather Künstler aufzuwerten, könne eventuell in die Baumaßnahmen integriert werden. Begonnen wird nun zunächst mit der Beleuchtung der evangelischen Kirche. „Dann könne man weitersehen“, sagte Kentgens.

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