Die Stadt Erkrath stellte im Bürgerhaus Hochdahl die zweite Stufe des Lärmaktionsplans vor.

Der Lärmaktionsplan geht in die nächste Runde. Nachdem sich Stufe eins, die im Jahr 2010 von der Stadt beschlossen wurde, vornehmlich mit der Lärmbelastung durch Autobahnen und das Eisenbahnnetz befasste, wird in Stufe zwei auch die Belastung durch Hauptverkehrsstraßen ins Auge genommen. Noch bis zum 18. März dieses Jahres haben Bürger Zeit, Einsicht in den Aktionsplan zu nehmen. Änderungsvorschläge können in schriftlicher Form bis zum 2. April eingereicht werden.

An Hauptverkehrsstraßen liegt Schallpegel bei bis zu 65 Dezibel

Am Donnerstagabend wurde das Konzept bei einer Info-Veranstaltung im Bürgerhaus Hochdahl präsentiert. Zu den Hauptverkehrsstraßen zählt Ingenieur Bernd Driesen all jene, die täglich von mehr als 8000 Kraftfahrzeugen passiert werden.

In Alt-Erkrath trifft das zu auf Düsseldorfer, Neander-, Schlüter-, Hochdahler, Beethoven- und Kreuzstraße. Die Max-Planck-Straße in Unterfeldhaus und die Bruchhauser beziehungsweise Sedentaler Straße in Hochdahl zählen ebenfalls dazu. Der Schallpegel beträgt für Anwohner bis zu 65 Dezibel.

„Wir haben deshalb für jeden Lärmschwerpunkt einen Steckbrief erstellt und Maßnahmen erarbeitet, um die Lautstärke in diesen Bereichen kurzfristig zu senken“, erklärt Kristian Kuylaars, Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Bereich Bauen, Planen und Verkehr.

Max-Planck-Straße wird bereits dieses Jahr mit LOA saniert

Letztlich soll auf allen Hauptverkehrsstraßen sogenannter lärmoptimierter Asphalt (LOA) aufgebracht werden. Das wird im Zuge der ohnehin anstehenden Sanierungen bis zum Jahr 2018 geschehen und schafft eine Lärmminderung von vier Dezibel. Einzig die Max-Planck-Straße in Unterfeldhaus soll schon in diesem Jahr mit LOA belegt werden.

Als zusätzliche Maßnahme hat der Fachausschuss Tempolimits beschlossen. In Teilbereichen der Neanderstraße soll langfristig nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern erlaubt sein. Die Hochdahler Straße, die Bruchhauser beziehungsweise Sedentaler Straße und die Bahnstraße sind nur bis zu ihrer Sanierung von der Geschwindigkeitsbegrenzung betroffen. „Wir haben versucht, die Maßnahmen gemäß der Belastung möglichst effektiv zu kombinieren“, so Kristian Kuylaars.

Auch Kreisverkehre können zur Verbesserung der Lage beitragen, weil sie zu einem stetigen Verkehrsfluss führen. Aus diesem Grund sollen vier Kreuzungen geprüft werden, die möglicherweise als Standort für einen Kreisverkehr in Frage kommen: Kreuzstraße/ Schlüterstraße, Kreuzstraße/Neanderstraße, Morper Allee/ Düsseldorfer Straße und Hubbelrather Weg/ Düsseldorfer Straße.

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