Der Chef des Sauerländischen Gebirgsvereins setzt sein literarisches Talent auch für die Internetseite des Vereins ein.

Erkrath. Für einen, der den Kopf oft in den Wolken trägt, kann Karl-Heinz Hadder einen handfesten Lebenslauf nachweisen. Es ist erstaunlich, dass einer wie er nun die elektronische Buchversion einer Astrofiktion namens ,,Utopika, bitte nicht ankommen“ vorstellt. Als Jahrgang 1945 und sechstes Kind in der Familie groß geworden, absolvierte er eine Ausbildung zum Technischen Zeichner. Über den zweiten Bildungsweg studierte er Maschinenbau in Koblenz.

In die EDV-Branche gerutscht

In den 70-er-Jahren rutschte er in die gerade entstehende EDV-Branche. Als Programmierer fing er an, machte sich selbstständig und arbeitete 15 Jahre als Anwendungsentwickler für Projekte der Luftwaffe. Um die Mitarbeiter zu schulen, flog er an Stützpunkte auf der ganzen Welt. Hadder ist verheiratet, hat zwei Töchter und ist heute aktiver Rentner. Seit 2008 hat er sich in eine neue Leidenschaft gestürzt und ist umtriebiger Wanderer.

Die Alpen überquerte er mehrfach. Zwar wohnt er inzwischen der Liebe wegen am Neusser Rheinstrand, doch sein Heimrevier verortet sich immer noch im Kreis Mettmann. Wegen des nah und zentral gelegenen Hildener Kreuzes war der geschäftige Hadder lang in Unterfeldhaus ansässig. Die hiesige Künstlerin Mechthild Debbert-Hoffmann gestaltete das Coverbild für Hadders jüngste Veröffentlichung.

Wegen der starken lokalen Verankerung sitzt Hadder der Abteilung Erkrath-Haan des Sauerländischen Gebirgsvereins vor und setzt sein literarisches Talent auch für die Internetseite des Vereins ein.

Drei Tagesmärsche sind bereits absolviert

„Auf den Etappen des Neanderlandsteigs sind wir fleißig unterwegs, “ berichtet Hadder. Drei Tagesmärsche der insgesamt 236 Kilometer sind bereits absolviert. Jeden Samstag läuft er mit den Kameraden bei Wind und Wetter zwischen 15 und 22 Kilometer.

Auch die Inspiration für sein Schreiben bekommt Hadder beim Gehen; in Stichpunkten skizzierte er auf ein Diktiergerät: „Danach konnte ich oft fünf glasklare Seiten hintereinander weg verfassen.“ Den Feinschliff erhielten seine Texte in nächtlichen Arbeitssitzungen von 2 bis 5 Uhr, plaudert Hadder aus: „Das war irre und wie ferngesteuert.“

Sein Erstlingswerk trägt den etwas sperrigen Titel ,,Fragende Augen der Kinder und der Jugend“. Hadder erklärt dazu: „Ich wollte immer etwas über die Jugend schreiben.“ Wichtigstes Konstruktionsutensil ist eine geheimnisvolle Kladde, in der er herumschreibt: „Das neue Buch kam aus einem Kick heraus. Ich habe nie geplant, es zu schreiben.“

Die Ursituation ereignete sich im wenig poetischen Trubel eines Einkaufszenrums, als Hadder das Balzverhalten eines jungen Paares miterlebte: „Da kam mir die Frage in den Sinn: Was sind die beiden wohl für Sternzeichen?

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