Auch wenn schon 51 Prozent der Kleinkinder versorgt sind, rechnet die Stadt mit einem Bedarf von 60 Prozent.

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Die Betreuungsquote liegt für Unter-Dreijährige in Haan bei 51 Prozent.

Die Betreuungsquote liegt für Unter-Dreijährige in Haan bei 51 Prozent.

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Die Betreuungsquote liegt für Unter-Dreijährige in Haan bei 51 Prozent.

Haan. Von der optimistischen Prognose des Landes NRW, dass etwa 32 bis 35 Prozent aller in Frage kommenden Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder unter drei Jahren in Anspruch nehmen, hat sich auch Haan längst verabschiedet.

50 bis 60 Plätze werden auch mittel- und langfristig fehlen

Bereits im vergangenen Jahr haben sich Rat und Verwaltung eine Zielquote von 60 Prozent gesetzt. „Aktuell haben wir 51 Prozent geschafft“, sagt die zuständige Erste Beigeordnete Dagmar Formella. Aber selbst wenn die Quote im kommenden Kindergartenjahr 2014/15 auf 54,2 Prozent steigt (inklusive der 83 Betreuungsplätze, die Tagesmütter und -väter anbieten), werden auch in Zukunft 50 bis 60 Plätze für Mädchen und Jungen unter drei Jahren fehlen. Vor allem in Haan-West muss die Stadt die Platzkapazität langfristig erhöhen.

Die Stadt hat die mit dem Kitabau im Gruitener Wohngebiet Hasenhaus entstehenden Plätze in diese Berechnungen bereits eingerechnet. Nicht eingeflossen sind dagegen die Plätze der vier Gruppen, die mit dem Neubau der Kita an der Hochdahler Straße geschaffen werden. „Es sieht gut aus, dass dort der Betrieb zum 1. August 2015 aufgenommen werden kann“, sagt Formella.

Zwingend notwendig sei zudem die Einrichtung einer fünften Gruppe für die Private Kindergruppe Haan an der Bachstraße – unabhängig davon, ob das Gebäude saniert wird oder – wie es Verein im September beantragt hat – neu gebaut wird.

Definitiv neu bauen muss die Stadt. Sie muss einen Neubau als Ersatz für die Räume der Kita an der Alleestraße zum Kindergartenjahr 2015/16 errichten. Wie berichtet, soll die neue Einrichtung auf dem Gelände der Grundschule Bollenberg entstehen, Lösungen für die Unterbringung der Gruppen aus dem Offenen Ganztag und der eingruppigen Dependance der Awo-Kita seien bereits in Sicht. Zur Finanzierung sagte Dagmar Formella nur: „Der Kassensturz läuft.“

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