Vom Antrag bis zur Verleihung der Urkunde dauerte es mehr als zwei Jahre. Ab Samstag, 30. April, darf Erkrath den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Die Urkunde wird um 14 Uhr im Rathaus überreicht.

Vom Antrag bis zur Verleihung der Urkunde dauerte es mehr als zwei Jahre. Ab Samstag, 30. April, darf Erkrath den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Die Urkunde wird um 14 Uhr im Rathaus überreicht.
Margot Stock (l.) kauft gerne bei Hildegard Wille im Eine-Welt-Laden im Haus der Kirchen ein. Hier gibt es Fair-Trade-Produkte.

Margot Stock (l.) kauft gerne bei Hildegard Wille im Eine-Welt-Laden im Haus der Kirchen ein. Hier gibt es Fair-Trade-Produkte.

Dietrich Janicki

Margot Stock (l.) kauft gerne bei Hildegard Wille im Eine-Welt-Laden im Haus der Kirchen ein. Hier gibt es Fair-Trade-Produkte.

Erkrath. In Erkraths Eine-Welt-Laden fand man seit jeher eine große Auswahl fair gehandelter Produkte. Auch viele Supermärkte haben in den letzten Jahren immer häufiger Kaffee, Kakao, Schokolade und andere Waren mit dem Fairtrade-Siegel in ihr Sortiment aufgenommen. Um den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen zu dürfen, müssen darüber hinaus aber auch Verwaltung, Kirchengemeinden, Schulen und Vereine den Fairtrade-Gedanken unterstützen und die örtlichen Medien darüber berichten.

„In diesem Jahr haben wir alle Kriterien erreicht.“

Ulrich Schwab-Bachmann, Beigordneter

Für Erkrath hieß das konkret, mindestens zehn lokale Geschäfte, fünf Gastronomiebetriebe und eine Schule, Verein oder Gemeinde mit ins Boot zu holen. „In diesem Jahr haben wir diese fünf Kriterien erreicht“, freut sich Ulrich Schwab-Bachmann, Beigeordneter der Stadt Erkrath: „16 Geschäfte, sieben Cafés, vier Vereine, die Grundschule Erkrath, die Friedrich-Fröbel-Schule und die katholische Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer machen bereits mit.“ Außerdem setzen inzwischen auch das Gymnasium Am Neandertal auf Fairtrade-Produkte und vertiefe das Thema im Unterricht.

Den Gedanken, kommunal den Fairtrade-Gedanken zu unterstützen, hatte Bündnis 90/Die Grünen Ende 2013 in den Stadtrat eingebracht. Ein entsprechender Antrag, den die Grünen gemeinsam mit SPD und BmU stellten, wurde am 30. Januar 2014 von den Fraktionen beschlossen.

Auch die Verwaltung setzt auf faire Produkte

Nach einer Auftaktveranstaltung im Herbst 2014 gründete sich eine für die Zertifizierung nötige Steuerungsgruppe und der Rat tat den nächsten „fairen Schritt“, indem er beschloss, dass in öffentlichen Sitzungen nur noch fair gehandelte Heißgetränke ausgeschenkt werden und auch die Verwaltung künftig auf faire Produkte setzt. Die Steuerungsgruppe um Andreas Kuchenbecker übernahm die Aufgabe, Mitstreiter zu gewinnen. Gemeinsam mit Michael Garbe, der auf städtischer Seite die Fairtrade-Aktivitäten koordiniert, wurde letztlich die Bewerbung bei Fairtrade eingereicht.

Am kommenden Samstag, 30. April, wird nun Manfred Holz von Fairtrade ganz offiziell der Neandertalstadt den Titel „Fairtrade-Stadt“ verleihen. Die Siegelverleihung ist öffentlich und findet am Samstag ab 14 Uhr im Foyer des Rathauses statt. Das musikalische Rahmenprogramm gestalten die Jugendmusikschule Erkrath und Soulsängerin Carmen Brown.

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