Im Grünzug Sedental geraten Radfahrer und Fußgänger häufig aneinander. Volker Bruckmann will das Problem lösen.

Verkehr
So ist der Weg durch den Grünzug von Westen kommend beschildert.

So ist der Weg durch den Grünzug von Westen kommend beschildert.

Fußgänger müssen sich die Wege mit Radfahrern teilen. Das klappt nicht immer konfliktfrei.

Thome, D. (dth), Bild 1 von 2

So ist der Weg durch den Grünzug von Westen kommend beschildert.

Hochdahl. Die Wege im Grünzug Sedental werden gerne genutzt. Mütter mit ihren Kindern besuchen die Spielplätze oder nutzen die Verbindungen als Abkürzung zum Beispiel von der Sandheide in Richtung Hochdahler Markt, Schüler durchqueren die Anlagen auf dem Weg zu Gymnasium, Realschule oder Hauptschule, Hundehalter gehen mit ihren Vierbeinern Gassi. Hinzu kommen vor allem im Sommer zahlreiche Radfahrer, die sich die Wege mit den Fußgängern teilen müssen.

Der 73-Jährige geht täglich mit seinem Hund im Sedental spazieren

„Das Problem ist, dass sich hier jeder im Recht fühlt“, sagt Volker Bruckmann. Der 73-Jährige wohnt seit 45 Jahren in der Sandheide. Jeden Tag geht er mit seinem Hund Florian spazieren, auch auf den Wegen im Sedental. „Dabei achtet man eben auf alles“, sagt er. Auch auf die Fußgänger und Radler, die dort regelmäßig aneinandergeraten. „Es kommt zu verbalen Attacken und teilweise auch zu körperlichen Auseinandersetzungen“, sagt Bruckmann.

Aus seiner Sicht ist der Grund dieser Auseinandersetzungen die „unzureichende Beschilderung im gesamten Grünzug von der Wahnemühle bis zur Haaner Straße“, hat Bruckmann an den Bürgerverein Hochdahl geschrieben. Keine der Beschilderungen sei in sich schlüssig, kein Weg sei an seinem Anfang so ausgeschildert wie an seinem Ende. Wer von Westen das Sedental betritt, wähnt sich auf einem kombinierten Geh- und Radweg, wer von Osten kommt, folgt einem ausgeschilderten Fußweg; „Das ist verwirrend.“

Bruckmann hat eine Bestandsaufnahme der Beschilderung gemacht und mögliche Lösungen ausgearbeitet. „Ich wollte nicht über die Verwaltung gehen und auch nicht über die Politik“, sagt Bruckmann.

Der Diplom-Ingenieur im Ruhestand war von 1970 bis 1997 stellvertretender Planungsamtsleiter in Erkrath. „Aber in dieser Sache wollte ich mich als Bürger einbringen, eine Hilfestellung geben“, sagt er und wandte sich an den Bürgerverein – ohne Erfolg. „Ich habe keine Antwort erhalten“, bedauert Bruckmann. Stattdessen meldeten sich im Bürgerverein engagierte SPD-Mitglieder bei ihm und luden ihn in ihre offene Fraktionssitzung ein. „Diese wollen versuchen, das Thema in den Planungs- und Verkehrsausschuss einzubringen“, sagt Bruckmann.

Durch neue Beschilderung wären Radfahrer nur noch geduldet

Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs sicherte am Mittwoch auf Nachfrage zu, die Anregungen für die Wege im Sedental überprüfen zu lassen. „In der nächsten Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses beraten wir über ein Radverkehrskonzept, in das auch das ein oder einfließen kann.“

Bruckmann ist auch aufgefallen, dass der Grünzug Sedental ab Beckhauser Straße bis Haaner Straße parallel zur Schildsheider Straße mit drei Bänken ausgestattet ist. „Im mittleren Bereich des Grünzugs von der Polizeiwache bis zur Haaner Straße fehlen eben diese Bänke“, kritisiert er. „Nach dem Abriss des Unterstellpavillons mit Sitzgelegenheiten und der Entfernung der Sitzbänke an der Haaner Straße fehlt eben diesem Weg eine Möglichkeit zum Verweilen, Ausruhen und auch zur Kommunikation.“

Er schlägt vor, alle Wege mit den blauen Fußgängerschildern (auf denen eine Mutter mit ihrem Kind an der Hand abgebildet ist) zu versehen und diese um das Zusatzschild „Radfahrer frei“ zu sehen. „Die Fußgänger hätten Vorrang, die Radler wären nur geduldet“, erläutert Bruckmann diese Regelung. Das würde dem Erholungswert der in Hochdahl größten und zusammenhängenden Grünfläche und den Belangen der Fußgänger – Spaziergänger, Wanderer oder Erholungssuchenden im besonderen Maße Rechnung tragen.

Möglich wäre es aber auch, auf alle Schilder zu verzichten und das Miteinander-Auskommen den Nutzern zu überlassen oder die Wege zu so beschildern, dass Fußgängern und Radfahrer die gleichen Rechte haben.

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