Der Adler-Spielzeugmarkt machte erstmals Station im Lokschuppen.

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Beim Spielzeugmarkt im Lokschuppen erwachte das Kind im Manne. Das historische Blechspielzeug und die zum Kauf angebotenen Modelle weckten die Leidenschaft der Jäger und Sammler.

Beim Spielzeugmarkt im Lokschuppen erwachte das Kind im Manne. Das historische Blechspielzeug und die zum Kauf angebotenen Modelle weckten die Leidenschaft der Jäger und Sammler.

Dirk Thomé

Beim Spielzeugmarkt im Lokschuppen erwachte das Kind im Manne. Das historische Blechspielzeug und die zum Kauf angebotenen Modelle weckten die Leidenschaft der Jäger und Sammler.

Hochdahl. Am Sonntag kam zusammen, was zusammen gehört. „Einen besseren Ort für unseren Spielzeugmarkt kann man sich nicht vorstellen“, sagte Veranstalter Jürgen Hörner: „Das Ambiente ist einzigartig.“

Blecheisenbahnen und andere Schmuckstücke – ausgestellt in jenem Lokschuppen, in dem im 19. Jahrhundert bereits Privatzüge der Bergisch-Märkischen Eisenbahn standen – ergaben gestern einen optimalen Veranstaltungsrahmen.

Das Angebot der 28 Händler lockte knapp 400 Besucher an

Zum ersten Mal machte der Adler-Spielzeugmarkt mit 28 Händlern Station in Erkrath, sehr zum Wohlwollen der knapp 400 Besucher. Martin Schlinger war einer von ihnen. Bisher musste er stets pendeln, um Ergänzungen für seine 20 Jahre alte Märklin-Modelleisenbahn zu ergattern:

„Ich bin öfters nach Hilden und Langenfeld gefahren, um dort den Markt zu besuchen.“ Fündig wird der 43-Jährige dabei fast immer: „Die Angebotspalette ist sehr vielfältig, irgendwas Interessantes findet man eigentlich immer.“

Dabei gab es nicht nur für die Großen, sondern auch für jüngere Semester einiges zu sehen und kaufen. Kleine Modellautos, Spielfiguren, Puppen und Bücher gehören ebenfalls zum Sortiment.

Adrian Henrichs (9) konnte nicht genug bekommen und fand an fast jedem Stand etwas, das Papa ihm doch bitte kaufen solle: „Er hat mir gesagt, dass ich mir für mein gutes Zeugnis ein paar Teile aussuchen darf“, sagte Adrian.

Die meisten Teile sind nur für passionierte Sammler erschwinglich

„Klar können Kinder sich hier auch mit ein paar Kleinigkeiten eine Freude machen“, sagte Hörner: „Allerdings werden vor allem Teile angeboten, die erst für Personen ab 40 erschwinglich werden.“

Beispielsweise eine Märklin aus den 1930er-Jahren kostete gestern knapp 300 Euro und war somit eher etwas für passionierte Sammler.

Der größte Vorteil gegenüber Käufen im Internet sei laut Hörner die Teststrecke. „Dort können die Loks noch vor Ort auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet werden. Das gibt den Käufern mehr Sicherheit. Wenn sie schon tiefer in die Tasche greifen, soll auch alles perfekt funktionieren.“

Eine Neuerung beim Spielzeugmarkt stellte Werner Völker vor. Der Solinger konstruiert am PC Modelle von Häusern, Flugzeugen, Panzern und Autos. „Dafür mache ich Fotografien und genaue Maßstabsberechnungen“, sagte er.

Aus Karton bastelt er anschließend Nachbauten, die durch eine extreme Detailtreue bestechen. Nichts wird dem Zufall überlassen. „Zu verkaufen sind diese Modelle aber nicht“, sagte Völker.

Einzig die Vorlagen stehen zum Verkauf, doch noch hält sich die Resonanz in Grenzen. Völker: „Wahrscheinlich ist das Zutrauen in die eigenen künstlerischen Fähigkeiten bei den meisten zu gering.“

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