Die evangelische Gemeinde hat viel Geld in die Hand genommen und ihre Etage Räume kernsaniert. Die Nachbarn durften schon schnuppern.

Die evangelische Gemeinde hat viel Geld in die Hand genommen und ihre Etage Räume kernsaniert. Die Nachbarn durften schon schnuppern.
Inspizieren die neuen Räume der evangelischen Kirchengemeinde: Baukirchmeister Erhard Reiche (v.l.), die Mitarbeiterinnen Christiane Wallberg und Annette Wenzel, Pfarrer Lutz Martini und Architekt Steffen Krül.

Inspizieren die neuen Räume der evangelischen Kirchengemeinde: Baukirchmeister Erhard Reiche (v.l.), die Mitarbeiterinnen Christiane Wallberg und Annette Wenzel, Pfarrer Lutz Martini und Architekt Steffen Krül.

D. Janicki

Inspizieren die neuen Räume der evangelischen Kirchengemeinde: Baukirchmeister Erhard Reiche (v.l.), die Mitarbeiterinnen Christiane Wallberg und Annette Wenzel, Pfarrer Lutz Martini und Architekt Steffen Krül.

Erkrath Vorbei die Zeiten der düsteren Korridore und verschlossenen Türen. Wer jetzt in die erste Etage des Hauses der Kirchen am Hochdahler Markt kommt, wird in einem hellen, großzügigen Foyer empfangen. Farbliche Akzente setzen eine rot gestrichene Wand und zwei grüne Sessel davor. Und um die mögliche Wartezeit der Besucher zu versüßen, steht auf dem Tisch noch ein Schälchen mit Schokolade.

„Eine Summe, die man nur einmal pro Generation ausgibt.“

Erhard Reiche, Baukirchmeister

In der ersten Etage des Hauses sind das evangelische Gemeindebüro, die NeanderDiakonie, das Seniorenbüro und die Kircheneintrittsstelle untergebracht. Nach 30 Jahren, so Pfarrer Lutz Martini, sei es Zeit gewesen, die Etage zu sanieren. Denn alles war noch im Originalzustand von 1987. Das sah auch Baukirchmeister Erhard Reiche so, der bereits vor acht Jahren eine Kernsanierung ins Gespräch brachte. Doch bis das 20-köpfige Presbyterium „die optimale Lösung“ gefunden hatte, wie Reiche es beschreibt, sollte es noch ein Weilchen dauern. Immerhin kostete der Komplett-Umbau inklusive neuer Möbel, Beleuchtung und Fußboden 130 000 Euro. Eine Summe, die „man nur einmal pro Generation ausgibt“, sagte Reiche gestern.

Das Gemeindebüro zog im Herbst 2015 wieder zurück

In den Sommerferien war mit dem umfangreichen Umbau unter der Leitung von Architekt Steffen Krüll begonnen worden. Das Gemeindebüro zog währenddessen ins Paul-Schneider-Haus nach Millrath und kehrte erst Ende Herbst vergangenen Jahres zurück. „Allerdings war da noch nicht alles fertig“, erklärte Lutz Martini. Nun fehlen nur noch Kleinigkeiten und deshalb hatte er gestern die Nachbarn im Haus der Kirchen zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Denn die hatten schließlich am meisten unter dem Lärm und Dreck der vergangenen Monate zu leiden gehabt. Annette Wenzel und Christiane Wallberg, die beiden Damen vom Gemeindebüro freuen sich über ihren neu gestalteten Arbeitsplatz. Hell ist es dort geworden, es gibt ergonomisch geformte Schreibtische und die Technik wie etwa der Drucker stehen nun in einem separaten Raum.

Die Katholiken schauen neidisch in die erste Etage

Auch die sperrige Küche ist nun ganz elegant hinter einer Schrankwand verschwunden und wird nur im Bedarfsfall sichtbar gemacht. Die grünen Sitzmöbel im Foyer und im Besprechungsraum hat übrigens Pfarrer Lutz Martini ausgesucht. „Zuerst hatten wir die rote Wand, dann habe ich nach einer frischen Kontrastfarbe dazu gesucht“, sagte er. Den Mitarbeitern gefällt’s und bequem sind die Sessel noch dazu. Nun schauen die Katholiken im Haus der Kirchen schon ein wenig neidisch in die erste Etage, wie Pfarrer Christoph Biskupek gestern scherzhaft feststellte. In der Vergangenheit sei dies genau andersherum gewesen.

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