Die Grünen möchten das Projekt stoppen, weil es die Lebensqualität der Stadt beeinträchtigen würde.

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Erkrath. In Erkrath regt sich Widerstand gegen das Vorhaben, die A3 von sechs auf acht Spuren auszubauen. Die Grünen wollen nun den Stadtrat dazu bewegen, eine Resolution gegen den Ausbau zu verabschieden.

Autobahn kontra Naherholung

Denn die Grünen sind der Meinung: „Das Vorhaben des Autobahnausbaus ist mit den Entwicklungszielen der Stadt als attraktives Wohnumfeld für junge Familien mit hoher Lebensqualität und Grünflächen zur Naherholung nicht in Einklang zu bringen.“ So steht es in einem Antrag, der im Rat verabschiedet werden soll.

Wie der Rat entscheiden wird, ist noch unklar. Die CDU beispielsweise hat noch gar keine Position zu dem Thema.

„Wir werden dem Antrag nicht zustimmen.“

Inge Berkenbusch, FDP

„Ich habe davon noch nichts gehört. Aber sollte die Planung so sein, dann ist das nicht nachvollziehbar. Jetzt muss doch erst einmal der Flüsterasphalt kommen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Jöbges, der sich zunächst intensiver mit dem Thema beschäftigen will, um es dann mit der Fraktion zu besprechen.

Auch die SPD ist sich noch nicht einig. „Wir haben noch nicht darüber gesprochen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Detlef Ehlert. Grundsätzlich sei die Idee, die Autobahn auszubauen aber nachvollziehbar.

„Immerhin handelt es sich um eine vielbefahrene Straße“, sagt Ehlert, der das Vorhaben aber „sympathisch“ findet. „Jahrelang haben andere Bundesländer viel Geld vom Bund für den Ausbau von Straßen bekommen. Da ist es logisch, dass nun auch NRW Forderungen stellt.“

Der Bund wollte für den Bundesverkehrswegeplan 2015 von den Ländern wissen, welche Autobahnen und Bundesstraßen wie ausgebaut werden sollen. Und das Verkehrsministerium NRW schlug vor, die A 3 achtspurig zu planen.

Die FDP hat sich im Gegensatz zu SPD und Union schon deutlich positioniert. „Wir werden dem Antrag nicht zustimmen“, sagt Fraktionsvorsitzende Inge Berkenbusch. „Auf der A3 ist ständig Stau. Da ist es nur gut, wenn sie ausgebaut wird“, sagt sie. „Wir wollen flüssigen Verkehr.“

Wie sich die BmU zu dem Thema positioniert war trotz mehrfacher Telefonate nicht zu erfahren.

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