Andrea Kaldenhoven ist stellvertretende Wachleiterin bei der DLRG in Erkrath.

Erkrath
Andrea Kaldenhoven trainiert einige Rettungsschwimmer im Neanderbad.

Andrea Kaldenhoven trainiert einige Rettungsschwimmer im Neanderbad.

Dietrich Janicki

Andrea Kaldenhoven trainiert einige Rettungsschwimmer im Neanderbad.

Jeden Montagabend hat Andrea Kaldenhoven einen festen Termin im Erkrather Neanderbad. Die DLRG Ortsgruppe hat an diesem Tag für mehrere Stunden das Bad reserviert, um Kindern das Schwimmen beizubringen und um den Rettungsschwimmern das wöchentliche Training zu ermöglichen.

Andrea Kaldenhoven gehört zu den sogenannten Wachgängern, einer Gruppe von rund 30 Frauen und Männern, die im Sommer am Nordstrand des Unterbacher Sees einen Blick auf die Badegäste hat und im Notfall sofort eingreift.

Kaldenhoven trainiert wöchentlich im Wasser

Die 46-jährige Kaldenhoven ist seit sechs Jahren stellvertretende Wachleiterin. Außerdem trainiert sie eine Gruppe der Rettungsschwimmer im Neanderbad. Anschließend geht sie selbst mit einer weiteren Gruppe ins Wasser. „Ich muss ja auch fit bleiben“, sagt sie. Einmal in der Woche ist eben für alle Rettungsschwimmer Training angesagt. Einen Kilometer am Stück schwimmen, Sprinteinlagen, Liegestütze zwischendurch am Beckenrand, dann wieder im Sprint die Bahn zurück und noch abtauchen. Denn im Ernstfall muss es schnell gehen. „Da fragt keiner, ob man nach dem Sprint noch Luft zum Tauchen hat“, sagt Andrea Kaldenhoven. „Das muss einfach klappen.“

Alle zwei Jahre muss die Prüfung neu abgelegt werden

Deshalb ist das Fitnessprogramm so wichtig und auch, weil die Prüfung für den Rettungsschwimmschein in Silber alle zwei Jahre wiederholt werden muss. Die Rettungsschwimmerin hält sich allerdings nicht nur mit Schwimmen fit. „Ich jogge, fahre Fahrrad, tanze, fahre Ski und Inliner.“ Alles, weil es ihr Spaß macht, in Bewegung zu sein. Vorschrift ist das nicht.

An schönen Sommerwochenenden sind die Rettungsschwimmer am Unterbacher See präsent. „Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darin, brenzlige Situation im Voraus zu sehen. Dafür bekommt man im Lauf der Zeit einen Blick“, sagt Kaldenhoven.

Aber manchmal müssen die Retter dann doch eingreifen. So ein-, zweimal in der Saison ist die Regel. Kaldenhoven selbst musste beispielsweise einem Vater mit Kind zu Hilfe schwimmen. „Ich hatte gesehen, wie der Vater mit seinem Sohn den Nichtschwimmerbereich verlassen hatte und ihm noch warnend zugerufen. Ohne Erfolg.“

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