Bisher wenige neue Freiwillige trotz viel Werbung.

Das Feuerwehrplakat hat bisher erst wenige angesprochen.
Das Feuerwehrplakat hat bisher erst wenige angesprochen.

Das Feuerwehrplakat hat bisher erst wenige angesprochen.

Dirk Thomé

Das Feuerwehrplakat hat bisher erst wenige angesprochen.

Erkrath. „Stell dir vor, du drückst, und alle drücken sich.“ Dieser Satz ziert ein Plakat, auf dem ein Feuermelder zu sehen ist. Einfacher und klarer könnte eine Botschaft nicht formuliert sein. Dennoch hat sich auf die Aktion der Erkrather Feuerwehr, die an 60 Standorten im Stadtgebiet dieses und andere Motive mit ähnlichen Aufrufen angebracht hat, bislang nur ein junger Mann gemeldet. „Er hat unsere Dienstpläne mitgenommen und will sich in Ruhe überlegen, ob er bei uns mitmachen will“, sagt Stadtbrandmeister Guido Vogt.

Einen Monat lang warben die Plakate im Ort

Nach der Landtagswahl am 13. Mai konnte die Feuerwehr die Dreiecksständer einiger Parteien nutzen, um um Nachwuchs und neue Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr zu werben. „Natürlich wäre die persönliche Ansprache besser“, sagt Feuerwehrchef Guido Vogt und bedauert: „Viele Menschen lesen das, fühlen sich aber nicht angesprochen.“ Dennoch wertet er die bislang geringe Resonanz auf die Plakataktion nicht als Misserfolg. „Es ist schon ein Erfolg, wenn man über uns spricht“, sagt er.

Aktuell zählt die Freiwillige Feuerwehr 92 Mitglieder, in der hauptamtlichen Wehr sind 56 Frauen und Männer inklusive der Einsatzkräfte für den Rettungsdienst und der Auszubildenden. „50 bis 60 Wehrleute mehr, das wäre ein Traum“, sagt Vogt.

Übernommen hat die Feuerwehr die Plakate vom Landesfeuerwehrverband Bayern, die mit einer weitaus größer angelegten Imagekampagne um Nachwuchs werben. „Das ist eben ein bundesweites Problem“, sagt Markus Steinacker, Zugleiter vom Löschzug Alt-Erkrath und Sachbearbeiter der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Plakataktion, sie lief über einen Zeitraum von gut vier Wochen, soll ein Schritt von vielen bei der Werbung um neue Mitglieder sein. Die sollten 18 Jahre alt sein, einen einfachen Gesundheitscheck bestehen und ein amtliches Führungszeugnis vorlegen können. Steinacker: „Die Frauen und Männer, die zu uns kommen, müssen Spaß an der Feuerwehr und die Ausdauer haben, an Lehrgängen und regelmäßigen Übungsabenden einmal in der Woche teilzunehmen.“

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