Das Bürger- und Heimatfest auf dem Gelände von Haus Unterbach bot eine Auszeit von Smartphone & Co.

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Zeitsprung: Margitta Dobrileit und Thomas P. Ledwon begrüßten die Besucher im Stil des Rokoko.

Zeitsprung: Margitta Dobrileit und Thomas P. Ledwon begrüßten die Besucher im Stil des Rokoko.

Anna Schwartz

Zeitsprung: Margitta Dobrileit und Thomas P. Ledwon begrüßten die Besucher im Stil des Rokoko.

Unterbach. „Wir haben heute das große Los gezogen“, sagte Manfred Peter und freute sich über strahlenden Sonnenschein beim Bürger- und Heimatfest, das am Samstag auf dem Anwesen des Hauses Unterbach stattfand. Peter selbst ist Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins, der das Fest organisiert und koordiniert. Das Programm gestalteten unterschiedliche Unterbacher Vereine sowie Schulen und Ehrenamtliche.

Um die Vereine gehe es auch bei diesem Fest, sagte Leo Icks, Vorsitzender der Kulturinitiative Unterbach. Diese organisierte am Samstag eine kleine Kunstausstellung auf dem Anwesen. „Viele unserer Mitglieder sind Künstler“, so Icks. „Da gehört es zum Programm, etwas zu einem solchen Fest auf die Beine zu stellen.“

Ein Fest mit Dorfcharakter

Generell sei es selbstverständlich, beim Heimatfest mitzuhelfen: „Das hat hier alles Dorfcharakter. Ein Verein hilft dem anderen. Das ist das Tolle in Unterbach.“ Es werde jedoch immer schwieriger, alle Vereine zusammenzubringen und einen gemeinsamen Nenner zu finden, sagte Peter. Das Heimatfest sei deshalb so wichtig für die Vernetzung der Unterbacher Vereine. „Hier kommt man zusammen, unterhält sich und knüpft Kontakte – so soll es sein.“

Anlehnung an historische Zeiten

Ebenfalls Teil des Programms waren Margitta Dobrileit und Thomas P. Ledwon, die die Besucher des Festes mit Garderobe aus der Zeit des Rokoko verzauberten. Gekommen sind sie unter anderem der Kulisse des Hauses Unterbachs wegen: „Auch hier ist man früher so herumgelaufen“, sagte Ledwon, der mit seiner Partnerin auf Festen in Düsseldorf und Umgebung zu Gast ist.

Die Reaktionen seien dabei durchweg positiv: „Ich merke immer wieder, dass die Leute sich nach der Vergangenheit zurücksehnen – einmal weg von Smartphone und Co.“ Die beiden sind Vertreter des Vereines „Jardin des Epoques“ (franz. „Garten der Epochen“) und waren in diesem Jahr zu ersten Mal am Heimatfest beteiligt.

Der Unterbacher Verein hat derzeit etwa 370 Mitglieder und organisiert neben dem Heimatfest unter anderem den Unterbacher Martinsumzug und verschiedene Karnevalsveranstaltungen im ehemals zu Erkrath gehörenden Stadtteil von Düsseldorf.

Das Fest findet alle zwei Jahre statt, das nächste Mal im Sommer 2015. Finanziert wird es durch den Bürger- und Heimatverein. Das sich in Privatbesitz befindende Gelände des Hauses Unterbach steht dem Verein dabei kostenlos zur Verfügung.

Die Besucher des Festes kamen jedoch nicht nur des Programmes wegen: „Das Haus Unterbach ist eine wunderschöne Anlage, von der man normalerweise so wenig sieht“, sagte Gert Janßen. „Das macht die ganze Veranstaltung besonders reizvoll.“

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