Das Evangelische Familienzentrum Hochdahl hat sich seit Gründung vom Pilotprojekt zum Erfolgsmodell gemausert.

Bildung
Das Evangelische Familienzentrum bringt Mütter, Kinder und Mitarbeiter an einen Tisch. Wie hier in der Frühstücksgruppe.

Das Evangelische Familienzentrum bringt Mütter, Kinder und Mitarbeiter an einen Tisch. Wie hier in der Frühstücksgruppe.

Dirk Thomé

Das Evangelische Familienzentrum bringt Mütter, Kinder und Mitarbeiter an einen Tisch. Wie hier in der Frühstücksgruppe.

Erkrath. Als Ansprechpartnerin in allen Lebenslagen sieht sich Anette Schoerger (58), Leiterin der evangelischen Kita Sandheide. Die bildet mit der Millrather Kita im Paul-Schneider-Haus das Evangelische Familienzentrum Hochdahl. Das gibt es seit 2007. Seinerzeit war es das erste Familienzentrum im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann.

Schwerpunkt auf Sprache und Integration

Schon in der Pilotphase lag der Schwerpunkt in der Sandheide im Bereich Sprache und Integration. Diese Themen sind dort heute noch aktuell. Aber es ist nur ein Teil der Themen im Familienzentrum.

„Meine Aufgaben gehen deutlich über die einer Kita-Leitung hinaus“, sagt Schoerger. Häufig sind es die Eltern der Kinder aus der eigenen Kita, die die Angebote des Familienzentrums nutzen. Bedingung ist das nicht. „Wir haben auch Externe in unseren Gruppen“, sagt Schoerger. Zudem gibt es offene Angebote und Sprechstunden für Fragen rund um die Familie.

Schnittstelle zwischen fünf Familienzentren

Nicht immer gibt es im Haus eine Lösung. Aber die Leiterin hat Kontakte. „Ich bin eine Schnittstelle“, sagt sie. In Zusammenarbeit mit vielen Kooperationspartnern kennt sie die Ansprechpartner. Dazu gehören die anderen fünf Familienzentren in Erkrath. Die haben zum Teil unterschiedliche Schwerpunkte und geben seit drei Jahren gemeinsam einen Flyer zur Elternbildung heraus.

Als „Erfolgsmodell“ (Schoerger) hat sich im Familienzentrum ein Angebot der ersten Stunde entwickelt: die Rucksackgruppen. Dort treffen sich Mütter wie Samera Oitroo und Gülden Yildirim mit ihren Kindern, um Aufgaben zur Vorbereitung auf die Schule zu erfüllen.

Dieser Aspekt ist für Samera Oitroo ein wichtiger Grund dafür, dass sie mittlerweile ihr drittes Kind in die Kita schickt. Den schätzt auch Gülden Yildirim, die zudem „das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen“ als wichtigen Punkt im Familienzentrum betrachtet. Dort werden aktuell acht verschiedene Muttersprachen gesprochen. „Es waren schon mal 13“, sagt Schoerger.

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