Wie jetzt in Erkrath ersetzen immer mehr neue Anzeigetafeln die alt bekannten Fahrpläne.

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Bestens informiert: „Dynamische Fahrgastinformationen“ heißen die Infotafeln wie hier im Erkrather Stadtteil Unterfeldhaus, wo sie noch im Testbetrieb laufen.

Bestens informiert: „Dynamische Fahrgastinformationen“ heißen die Infotafeln wie hier im Erkrather Stadtteil Unterfeldhaus, wo sie noch im Testbetrieb laufen.

Dirk Thomé

Bestens informiert: „Dynamische Fahrgastinformationen“ heißen die Infotafeln wie hier im Erkrather Stadtteil Unterfeldhaus, wo sie noch im Testbetrieb laufen.

Erkrath. Vor dem Neanderthal Museum steht eines, in Ratingen und am Hildener Bahnhof ebenso, und jetzt soll auch Erkrath mehrere bekommen. Die Rede ist von sogenannten „dynamischen Fahrgastinformationen“.

Was sich hinter dem sperrigen Begriff verbirgt, ist einfach erklärt: Es handelt sich um elektronische Anzeigetafeln, die Fahrgästen auf die Minute genau mitteilen, welcher Bus oder Bahn, wann kommt. Und auf Knopfdruck wird Blinden der Fahrplan von einer weiblichen Stimme vorgelesen.

„Die könnten an jeder Bushaltestelle stehen“

In Erkrath stehen die ersten Tafeln bereits am Neuenhausplatz im Stadtteil Unterfeldhaus, am S-Bahnhof Hochdahl und am Hochdahler Markt.

Die Bürger in der Stadt reagieren schon jetzt – obwohl die Tafeln noch im Testbetrieb laufen – erfreut auf die moderne Variante des Fahrplans. „Das ist toll. Die könnten an jeder Bushaltestelle stehen“, sagt Kirsten Vierhaus. „Die Schrift ist viel leserlicher als auf den herkömmlichen Plänen. Und ich muss die Abfahrzeit nicht in Tabellen suchen“, sagt die Hochdahlerin.

Shala Azar aus Unterfeldhaus lobt ebenfalls die Tafeln:. „An vielen Haltestellen gibt es gar keine Fahrpläne mehr, weil sie geklaut wurden. Mit diesen Tafeln ist man nicht auf die Aushänge angewiesen.“

Eine „dynamische Fahrgastinformation“ soll Fahrgäste über die aktuellen Ankunftszeiten unterrichten. Dafür werden die im Fahr- plan angegebenen Zeiten fortlaufend (dynamisch) um Abweichungen ergänzt. Die Einrichtung der Tafeln wurde vom Stadtrat beschlossen.

Die Stadt zahlt 260 000 Euro für die elf Tafeln. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr übernimmt davon 208 000 Euro.

An folgenden Haltepunkten stehen die Tafeln: S-Bahnhof Hochdahl, S-Bahnhof Millrath, S-Bahnhof Erkrath, Hochdahler Markt und Neuenhausplatz in Unterfeldhaus.

Bis der Testbetrieb abgeschlossen ist, wird es voraussichtlich noch bis Mitte Februar dauern. Dies teilte gestern Ralf Kentgens, Abteilungsleiter des städtischen Straßenverkehrsamts in Erkrath, mit. „Wir bauen jetzt die letzten Masten auf. Danach müssen noch die Daten vom VRR-Server an die elektronischen Fahrgastinformationssysteme weitergeleitet werden, damit sie auch richtig funktionieren“, sagt er.

Elf Anzeigetafeln zum Preis von 260 000 Euro

Insgesamt stehen im ganzen Stadtgebiet elf Anzeigetafeln. Sie haben 260 000 Euro gekostet. „Weitere sind nicht geplant“, sagt Kentgens. Aber die wichtigsten Haltepunkte seien versorgt.

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