Der 61-Jährige soll seine Adoptivkinder missbraucht und geschlagen haben.

Erkrath/Wuppertal. Die Anklage lautet auf „schweren sexuellen Missbrauch“ von Kindern. Verhandelt wird sie ab Montag, 18. Februar, vor dem Wuppertaler Landgericht. Dort muss sich ein 61-Jähriger aus Erkrath verantworten. Ihm werden sieben Taten vorgeworfen, seine Opfer sollen seine beiden Adoptivkinder – ein Mädchen und ein Junge – sein.

Zusätzlich soll er seinen Adoptivsohn mit einem Gürtel geschlagen haben

Es geht laut Gerichtssprecherin Kerstin Planken um den Zeitraum Ende 2008 bis Sommer 2010, die Kinder waren damals zwölf beziehungsweise 13 Jahre alt. Das Mädchen soll der 61-Jährige sexuell missbraucht haben, drei Fälle sind in der Anklage aufgelistet.

Weitere vier Anklagepunkte beziehen sich auf körperliche Gewalt gegen die Kinder. Beide soll er darüber hinaus geschlagen, mit einem Ledergürtel und der Handoberfläche bestraft haben. „Den Jungen soll er mindestens dreimal mit dem Ledergürtel auf den nackten Hintern geschlagen haben“, sagt Planken.

Wo sich die Taten ereignet haben, ob der Angeklagte aus Alt-Erkrath, Unterfeldhaus oder Hochdahl kommt, wie sich andere Angehörige verhalten haben, das konnte die Gerichtssprecherin auf Nachfrage nicht sagen. Fest steht nur, dass der Mann strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten ist.

Bislang sind vier Verhandlungstage für den Prozess angesetzt. Der erste Verhandlungstag beginnt um 9.15 Uhr.

Beim letzten Missbrauchsfall gab es eine Haftstrafe von vier Jahren

Zuletzt wurde vor zwei Jahren ein Fall von sexuellem Missbrauch aus Erkrath vor dem Wuppertaler Landgericht verhandelt. Im Februar 2011 sah es das Gericht als erwiesen an, dass ein damals 58 Jahre alter Mann über Jahre seine Tochter sexuell missbraucht haben soll.

Da ihm letztlich sieben Taten mit Sicherheit nachzuweisen waren, erhielt der Angeklagte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren. Außerdem musste er 10 000 Euro Schmerzensgeld an seine Tochter bezahlen.

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