Für Millionen Euro wurde ein Gebäude hochgezogen. Eine Etage ist noch komplett frei.

Im zweiten Stock stehen 360 Quadratmeter leer.
Im zweiten Stock stehen 360 Quadratmeter leer.

Im zweiten Stock stehen 360 Quadratmeter leer.

Dirk Thomé

Im zweiten Stock stehen 360 Quadratmeter leer.

Erkrath. Es hat Millionen gekostet und sollte ein Frequenzbringer für die gesamte Innenstadt in Alt-Erkrath sein. Die Rede ist von dem Gebäude an der Morper Allee, in dem heute der Penny Markt untergebracht ist.

Für etwa drei Millionen Euro ist die Immobilie errichtet worden – und das zweigeschossig. Anfang 2012 wurde mit den Bauarbeiten nahe des S-Bahnhofs Alt Erkrath begonnen.

Der Supermarkt zieht den ein oder andern Kunden zwar nun an. Aber seit Fertigstellung des Objekts steht die komplette zweite Etage leer. Und das ärgert den Erkrather Tobias Wienke. Er hat sich in den vergangenen Tagen ein genaueres Bild über die Lage vor Ort gemacht.

„Bis heute stehen die Räume leer, selbst der Türgriff ist immer noch in Plastik eingepackt, das Treppenhaus ist im Rohzustand. Da sieht man, wie dringend diese Räume gebraucht wurden“, sagt er mit Ironie. Ihn ärgert das, „weil Leerstand nie gut für eine Stadt ist“.

Wann die Räume bezogen werden, ist unklar. Denn bisher gibt es keinen abgeschlossen Mietvertrag. Dies wird im Gespräch mit dem Vermieter deutlich. Dabei handelt es sich um die Vestische Straßen- und Tiefbau Gmbh in Datteln. „Wir sind in Verhandlungen mit Interessenten, haben aber noch keinen geeigneten Mieter gefunden“, sagt Geschäftsführer Thomas Schmitz. Namen potenzieller Mieter für das Objekt will er nicht nennen.

Kanzlei oder Artzpraxis wären denkbar

Schmitz will auch nicht „irgendeinen Mieter“. Er sei daran interessiert, jemanden zu finden, der längerfristig dort einziehen will. „Wir würden dann auch nach seinen Wünschen die Etage ausbauen“, sagt Schmitz. Er könnte sich eine Arztpraxis vorstellen, auch eine Kanzlei sei möglich. „Ein Fitness-Studio ist dagegen eher nicht denkbar“, sagt er.

Insgesamt ist die Fläche in der oberen Etage 360 Quadratmeter groß. „Sie können wir an einen, aber auch an zwei Mieter vergeben. Sollten sich zwei finden, dann müssten sie nur etwa zeitgleich dort einziehen, damit wir den Ausbau besser aufeinander abstimmen können“, sagt Schmitz.

Ob die zweigeschossige Bausweise im Nachhinein eine Fehlentscheidung war, kommentiert Bürgermeister Arno Werner wie folgt: „Unser städtebauliches Ziel ist nach wie vor mit der zweigeschossigen Bauweise erfüllt. Und nur darum ging es uns damals, als wir uns dafür ausgesprochen haben. Ob sich das wirtschaftlich lohnt, war für unsere Entscheidung damals nicht entscheidend und ist Sache des Vermieters.“

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