Fraktionen im Rat lehnen den Antrag der Grünen ab, sich an der bundesweiten Aktion zu beteiligen.

Erkrath. Aus der Traum von einer „fairen“ Stadt: Mit breiter Mehrheit haben die Fraktionen von CDU, BmU und FDP in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses den Vorstoß der Grünen abgelehnt, dass Erkrath „Fairtrade-Stadt“ wird.

Fünf Gastrobetriebe müssen faire Waren anbieten

Erkrath sollte sich bundesweit 200 Kommunen anschließen, die als „Fairtrade-Stadt“ diesen „gerechten Handel“ zugunsten von Menschen in Afrika und Südamerika fördern. Zur Konsequenz hätte das unter anderem gehabt, dass in Erkrath mindestens zehn Geschäfte und fünf gastronomische Betriebe fair gehandelte Waren hätten anbieten müssen. Außerdem hätten sich eine Schule, eine Kirchengemeinde und ein Verein verpflichten müssen, Fairtrade-Produkte zu verwenden.

Abgelehnt wurde der Antrag unter anderem, weil er zum Beispiel der CDU „zu radikal“ war, wie Marc Hildebrand, Vorsitzender der CDU in Alt-Erkrath, sagt. „Wir können keinen Beschluss fassen, der dazu führt, dass eine Stadtverwaltung Druck auf Gastronomiebetriebe ausübt, damit diese fair gehandelte Produkt verwenden.“

Dass im Ausschuss gegen das Vorhaben gestimmt wurde, sehen die Grünen kritisch. „Statt ein Zeichen für die Förderung des gerechten Handels mit den Staaten des Südens zu setzen und wie etwa Düsseldorf oder Monheim dem Aufruf von Transfair zu folgen, lehnten CDU, BmU und FDP das Anliegen mit polemischen und unsachlichen Wortbeiträgen ab“, sagt Reinhard Knitsch, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

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